Archiv der Kategorie: Rezensionen

„So mitreißend geschrieben, dass man mit dem Schmökern nicht aufhören will“; „Ein Wo ist Wo der Wissenschaftsgeschichte“; „Stimmiges Bild der Wissensgesellschaft, breite Empfehlung!“

„Epoc“ schreibt im Januarheft:

Auf keiner Stätte ruhn: Ein „Wo ist Wo?“ der Wissenschaftsgeschichte

An diesen Orten kam es zu Sternstunden der Wissenschaft: Mit 76 Stätten weltweit stellt »Mekkas der Moderne« die Plätze vor, die Forscher verschiedener Disziplinen mit Ehrfurcht betreten.

Die Essays erklären, warum ein Ort für einen Wissenschaftszweig so bedeutsam ist und welche Querverbindungen zu anderen Orten und Gelehrten bestehen. Einige sind Klassiker: Darwins Galapagos-Inseln, Schliemanns Troja und selbstverständlich das Pantheon in Paris mit dem foucaultschen Pendel.

Doch auch der Belesenste findet Überraschungen: Etwa San Millán de la Cogolla — den Ort, an Weiterlesen

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Mekka als Mekka der Moderne

Fotos: „Der Spiegel“

Mekka ist zukunftshungrig und bauwütig, sozusagen ein Mekka der Moderne – allerdings nur für die rund 1,57 Milliarden Muslime, die aus aller Welt dort anreisen dürfen. Nichtmuslime müssen leider draußen bleiben. Auch dies Verbot mag ein Grund sein, warum die Modernität Mekkas kaum wahrgenommen wird außerhalb der Weiterlesen

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Inhaltsverzeichnis von „Mekkas der Moderne“: An 76 Orten um die Welt

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In 76 Kapiteln führen bekannte Schriftsteller, Forscher und Journalisten quer durch den Kosmos der globalisierten Wissensgesellschaft.  Über 50 der Kapitel sind „nachgedruckt“ und kostenlos online lesbar. Sie laden ein zum Entdecken und Genießen, zum Nachreisen oder Querlesen. Zum Mitdenken, zum Widerspruch und zu der Frage: Was wären denn eigentlich meine ganz persönlichen Mekkas der Moderne?

Mit Beiträgen von Irenäus Eibl-Eibesfeld, Peter Glaser, Steve Wozniak, Harald Lesch, Jürgen Kaube, Ernst Peter Fischer, Ilija Trojanow, Wilfried F. Schoeller, David Wagner, Jakob Strobel y Serra, Uwe Wesel, Michael Rutschky, Gundolf S. Freyermuth und anderen.

 

Inhalt

I      AUFBRUCH – Meilensteine und Wegweiser

1 Cape Canaveral, Florida: Das Kap der hohen Hoffnung (Peter Glaser)

2 Das Goethehaus in Weimar: Odyssee am Frauenplan (Harald Lesch, Hilmar Schmundt)

3 Der Nuvvuagittuq-Grünsteingürte, Québec: Fundament der Tiefenzeit (Jürgen Schönstein)

4 Mona Lisa, Paris: Digitale Bilderverehrung und delegiertes Erleben (Lars Blunck)

5 Galápagos: Labor der Evolution (Irenäus Eibl-Eibesfeldt) ______ Weiterlesen

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„Mekkas der Moderne“ ausgezeichnet als „Wissenschaftsbuch des Jahres“

Die Jury von „bild der wissenschaft“ hat „Mekkas der Moderne“ zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt in der Kategorie Weiterlesen

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„Mekkas der Moderne“ auch in Österreich in der Endrunde als Buch des Jahres. Jetzt entscheiden die Leser.

„Mekkas der Moderne“ hat auf die Shortlist zum Wissenschaftsbuch des Jahres in Österreich geschafft. Die Jury hat im Auftag des österreichischen Wissenschaftsministeriums die besten Bücher des Jahres vorausgewählt, schreibt der Standard aus Wien. Nun entscheiden die Leser darüber, wer den Publikumspreis gewinnt.

Die Jury schreibt über „Mekkas der Moderne“, das Internet-Salonspiel, aus dem ein Buch hervorging: „Wer nun Lust bekommt auf neue Orte oder Zweifel und Einspruch deponieren möchte, findet im Internet den richtigen Platz dafür, wo auch dieses Buch seinen Ursprung hatte unter http://www.mekkasdermoderne.de.“

Nun können die Leser abstimmen bis Sonntagnacht unter www.wissenschaftsbuch.at

Eine kleine Besonderheit in diesem Jahr: Zwei Brüder sind mit unterschiedlichen Büchern vertreten. Während Alexander Nützel in „Mekkas der Moderne“ mit einem Kapitel über Paläontologie in China vertreten ist (Kategorie Geisteswissenschaft), tritt sein Bruder Nikolaus Nützel mit dem Buch „7 Wege, reich zu werden – 7 Wege, arm zu werden“ an, allerdings in einer anderen Kategorie (Jugendbücher). Ist die Nützel-Sippe vielleicht noch in weiteren Büchern vertreten, die beim Wettbewerb antreten?

Alexander Nützel, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und GeologieNikolaus Nützel, Autor

Hier die offizielle Meldung Weiterlesen

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Erinnerungsorte als Erzählungen

„Wenn Christen von ihrem Glauben reden, erzählen sie Geschichten“, schreibt der Journalist Arnd Brummer im Band „Erinnerungsorte des Christentums„, rezensiert von Michael Stallknecht in der SZ (21. 12. 2010, S. 14). Stallknecht schreibt:

Kulturelles Gedächtnis, so die in den Kulturwissenschaften ubiquitäre Theorie, verdichtet sich gern an realen wie metaphorischen Erinnerungsorten, um die herum sich eine Gemeinschaft ihre Geschichte, ihre Geschichten erzählt. Besonders der Beck-Verlag hat in jüngster Zeit mit einigen dicken Sammelbänden uns unserer Identität zu versichern gesucht: mit den „Deutschen Erinnerungsorten“, den „Erinnerungsorten der DDR“ oder – erst vor kurzem erschien der Teilband zu Griechenland – unseres Gedächtnisses an die „Erinnerungsorte der Antike“. Wenn nun mit Christoph Markschies und Hubert Wolf zwei Theologen und Leibniz-Preis-Träger auch noch „Erinnerungsorte des Christentums“ herausgeben und dabei den Fokus neben Zentralorten wie Jerusalem und Rom ebenfalls merklich auf Deutschland richten, geschieht das auf jeden Fall zur richtigen Zeit.

Und weiter:

Zudem erfüllen religiöse Rituale geradezu vorbildlich die Funktion, die die Kulturwissenschaften dem kulturellen Gedächtnis zuordnen: Vergangenes durch Wiederholung in Gegenwart zu überführen. So erinnert eben der Stifterbefehl „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ bei Abendmahl und Eucharistie nicht nur an ein vergangenes Ereignis im Abendmahlsaal zu Jerusalem, wie Markschies und Wolf anführen, sondern glaubt die Mehrzahl der Konfessionen auch, dass mit der Wiederholung der Stifter selbst vollständig gegenwärtig – theologisch gesprochen: realpräsent – wird. „Kirchen“, denen sich der Historiker Etienne François widmet, stellen darum die Anwesenheit Gottes in jedem Stadtviertel räumlich auf Dauer und verbinden über den „Kirchhof“ die Lebenden mit den Toten zur Gedächtnisgemeinschaft.

Stellt sich die Frage: Ist die Herstellung von Gemeinschaft durch Erzählen, Erinnern und Pilgern eine exklusiv religiöse Strategie? Lässt sich vielleicht Ähnliches beim feierlichen Begehen von 300 Jahren Charité, 200 Jahren Humboldt-Uni, bei Darwin-Jahren, Goethe-Geburtstagen, Galápagos-Tourismus und „Langen Nächten der Wissenschaft“ beobachten? Oder werden derlei kulturelle Praktiken erst dann beschreibbar und verständlich, wenn sie aus historischer Distanz beschrieben werden können, weil sie durch etwas anderes marginalisiert worden sind, zum Beispiel durch so etwas wie eine heraufdämmernde asiatische oder arabische Moderne?

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Kultursendung „Scala“ im WDR5: „Ein Buch, bei dem man denkt: Wie schade, dass man nicht selber auf die Idee gekommen ist.“

Der komplette Beitrag zum „ganz andersartigen Reiseführer“ beim Gespräch mit Milos Vec, einem  der Herausgeber in der Sendung „Scala“ auf WDR5 lässt sich hier anhören.

Weitere Rezensionen aus Deutschlandradio Kultur, profil, Stuttgarter Zeitung, Technology Review, ORF, Forschung & Lehre u. a.

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