„Wie man mit genug Nahrung, frischer Luft und guten Kumpels jede Krise übersteht“

Foto: Wikipedia

Im Buch „Mekkas der Moderne“ gibt Martin Wilmking praktische Lebenshilfe, besonders hilfreich in der dunkelsten Woche des Jahres:

Bristlecone-Kiefern, White Mountains: Wie man (fast) jede Krise übersteht

Eintagsfliegen haben ihre mid-life-crisis so um 12 Uhr mittags, wir etwa um das 40. Lebensjahr und eine Pinus longaeva? Einige der ältesten lebenden Bäume der Erde hatten ihre vielleicht so um Christi Geburt, oder zu Zeiten der Reformation, vielleicht auch erst als die Mauer fiel. Oder sie hatten sie bis jetzt noch gar nicht. Wir wissen es nicht.

Sie stehen dort, unter einem fast immer blauen Himmel, in einem der trockensten Gebiete der Erde, in den White Mountains der Sierra Nevada Kaliforniens, die Bristlecone-Kiefern, zu deutsch: Borstenkiefern. Groß werden sie nicht, nur knapp 18 Meter hoch, und dabei bis zu 1,8 Meter dick, aber alt, das werden sie. »Methuselah«, der älteste bekannte lebende Baum der Erde ist etwa 4800 Jahre alt, und einige seiner Brüder und Schwestern, Cousins und Cousinen weit über die 4000. Diese Bäume waren Babys, als der »gelbe Kaiser« China regierte, Stonehenge errichtet wurde, die Ägypter gerade an der Sphinx bauten, aber die Pyramide von Gizeh noch als Bauplan in antiken Schubladen lag. Diese Bäume haben einiges hinter sich.

Und dann ist da noch »Prometheus«, der einmal fast 5000 Jahre alt war. Mit ihm verbindet sich eine traurige Geschichte. Es war um das Jahr 1964, als ein junger Doktorand in der Gegend arbeitete, Donald Currey. Ihn interessierte die Vereisungsgeschichte der Sierra Nevada. Lebende Bäume waren eine gute Möglichkeit, das Alter von Moränen zu bestimmen, besonders natürlich, wenn diese Bäume so alt wurden wie die Bristlecone-Kiefern. Bis hierher stimmen die Berichte, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten geschrieben wurden, überein. Doch dann gehen die Meinungen auseinander. Donald Curreys Baumbohrer steckte nach kurzer Zeit in einer der Bristlecones fest, und alles drehen, ziehen, drücken, pressen und in die Hände spucken half nichts: der Bohrer bewegte sich nicht mehr. Sei es aus Zeitmangel, Unwissenheit oder Ignoranz, Currey bat die zuständigen Forstbehörden, ihm zu helfen. Das taten sie auch. Kurzerhand wurde der Baum gefällt und der Bohrer befreit. Die Tragödie wurde erst nach einigen Monaten bekannt, denn dieser Baum war der älteste jemals gefundene Baum auf dem Planeten. Und nun nur noch ein Stumpf.

Sicher, es gibt ältere Bäume auf der Erde. Allerdings sind diese Bäume klonal gewachsen, das heißt: der oberirdische Stamm stirbt immer wieder ab, aber das Wurzelgeflecht bringt neue Sprossen hervor. So ist zum Beispiel das Wurzelgeflecht von »Old Tjikko« in Schweden knapp 10.000 Jahre alt. Und »Pando«, eine Pappelkolonie soll sogar seit über 80.000 Jahren aus ein und denselben Wurzeln immer wieder neue Stämme schlagen.

Die Überbleibsel von »Prometheus« und seine Weggefährten jedenfalls stehen heute noch unter demselben blauen Himmel. Wo genau, wird geheim gehalten, damit nicht ein zweiter übereifriger Forstmann oder Wissenschaftler seine Kettensäge zückt. Die Kinder, Enkel und Urenkel von »Prometheus«, »Methuselah« & Co. können allerdings bewundert werden. Ausgangspunkt ist das Schulman Grove Visitor Centre im Inyo National Forest in Kalifornien. Man wandelt dort zwischen Giganten, die die Narben ihrer Vergangenheit und Geschichte stolz in den Himmel recken. Ihre Anwesenheit macht uns stumm. Dies ist ein Ort der Besinnung, der Rückbesinnung, der Ehrfurcht. Und vielleicht auch der Hoffnung, dass mit Standhaftigkeit, genug Nahrung, ein wenig frischer Luft und einigen guten Kumpels fast jede Krise zu überstehen ist.

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Aus: „Mekkas der Moderne – Pilgerorte der Wissensgesellschaft“. Der etwas andere Reiseführer, ideal zum Verschenken für Leute, die sich für Reisen, Wissenschaft, Geschichte und Literatur interessieren. Empfohlen unter anderem von Der Standard, Bild der Wissenschaft, Epoc, WDR, ORF, Falter, Magazin der Max-Planck-Gesellschaft, MDR.

„Mekkas der Moderne“ hat es in die Endrunde zum Wissenschaftsbuch des Jahres in Österreich geschafft.

Die Jury hat im Auftag des österreichischen Wissenschaftsministeriums die besten Bücher des Jahres vorausgewählt. Nun entscheiden die Leser darüber, wer den Publikumspreis gewinnt.

Sie sind eingeladen, Ihre Stimme abzugeben unter www.wissenschaftsbuch.at

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„Mekkas der Moderne“ ausgezeichnet beim Wettbewerb „Wissenschaftsbuch des Jahres“

von „bild der wissenschaft“

Die Jury von „bild der wissenschaft“ hat „Mekkas der Moderne“ zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt in der Kategorie „Überraschung – das Buch, das ein Thema am originellsten anpackt“.

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Presseanfragen an

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Der Standard (Wien): Feiner Reiseführer für Wissenschaftsfans

Zugegeben, der Titel des Bandes hat etwas Irritierendes. Aber das Konzept von Mekkas der Moderne. Pilgerstätten der Wissensgesellschaft ist originell und seine Umsetzung gelungen. Gut ausgesuchte Schriftsteller, Forscher und Journalisten beschreiben in 76 kurzweiligen und doch nicht ganz kurzen Kapiteln Orte, an denen Wissenschaftsgeschichte geschrieben wurde.

Die Galápagos-Inseln, wo sich Darwin etliche seiner Ideen holte, befinden sich ebenso darunter wie das Teilchenforschungszentrum Cern bei Genf, das British Museum in London oder Freuds Behandlungszimmer in der Berggasse 9 (vorgestellt von der viel zu früh verstorbenen österreichischen Freud-Expertin Lydia Marinelli).

Ähnlich, aber nicht ganz so gut gemacht ist der ebenfalls 2010 erschienene Geek-Atlas (O’Reilly), in dem gleich 128 Orte rund um den Globus vorgestellt werden, an denen Wissenschaft nacherlebt werden kann. Wien ist in dem Band übrigens mit dem Zentralfriedhof vertreten: wegen Boltzmanns Grab und der darauf eingemeißelten Entropieformel. (tasch)

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Auf keiner Stätte ruhn: Ein „Wo ist Wo?“ der Wissenschaftsgeschichte

An diesen Orten kam es zu Sternstunden der Wissenschaft: Mit 76 Stätten weltweit stellt »Mekkas der Moderne« die Plätze vor, die Forscher verschiedener Disziplinen mit Ehrfurcht betreten.

Die Essays erklären, warum ein Ort für einen Wissenschaftszweig so bedeutsam ist und welche Querverbindungen zu anderen Orten und Gelehrten bestehen. Einige sind Klassiker: Darwins Galapagos-Inseln, Schliemanns Troja und selbstverständlich das Pantheon in Paris mit dem foucaultschen Pendel.

Doch auch der Belesenste findet Überraschungen: Etwa San Millán de la Cogolla — den Ort, an dem die ersten Zeugnisse spanischer Sprache gefunden wurden. Ein Mönch des 11. Jahrhunderts hatte dort spanische Randnotizen zu lateinischen Heiligenviten verfasst.

Der Aufbau des Bands trägt der im Titel erwähnten Moderne Rechnung: Der Leser kann sich entweder von vorne bis hinten durcharbeiten, sich über eine Weltkarte selbst den Ort der nächsten »Landung« aussuchen — oder aber einer vorgeschlagenen Route folgen. Es scheint, als hätte Julio Cortázars nach demselben Prinzip verfasster Roman »Rayuela« Pate gestanden.

Die Autorenliste schmücken einige berühmte Schreibende, etwa Ulrich Ladurner und Ilija Trojanow. Aber auch die Texte unbekannterer Autoren bestechen. Im Unterschied zu vielen typischen Aufsatzbänden trübt die stilistische Vielfalt dieses Buchs den Lesegenuss nicht. im Gegenteil, es lebt davon. Den drei Herausgebern gelang eine so gute Auswahl, dass fast alle der drei- bis achtseitigen Essays ein gleichermaßen hohes stilistisches und inhaltliches Niveau haben. Ein Minus: Keines der Bilder trägt eine Bildunterschrift, obwohl es an vielen Stellen nötig wäre.

Die Liste der Gedächtnisorte der Moderne kann nicht vollständig sein, viel zu sehr hängt sie vom jeweiligen Standpunkt ab, Das wissen auch die Herausgeber. Doch ihre Bestandsaufnahme lohnt sich: Was unsere Urenkel wohl in 100 Jahren über sie denken werden?

Claudia Reinert ist Kulturwssenschaftlerin und lebt in Meßkirch.

 

Aus: EPOC 1/2011

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Technology Review: „stets so packend beschrieben, dass man mit dem Schmökern nicht aufhören will.“

„Was im Internet als Diskussion startete, liegt nun als eine Art Reiseführer durch die Wissensgesellschaft vor. Die Lese-Expedition hat kein Ziel, doch etliche Zwischenstationen wie das Nobelpreiskomitee in Stockholm oder den Mars, stets so packend beschrieben, dass man mit dem Schmökern sowieso nicht aufhören will.“

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Wissenschaftsbuch.at: „Wer nun Lust bekommt auf neue Orte oder Zweifel und Einspruch deponieren möchte, findet im Internet den richtigen Platz dafür, wo auch dieses Buch seinen Ursprung hatte“

„Ein Salonspiel war nach Auskunft der Herausgeber Anlass für dieses Buch. Forscher, Schriftsteller und Journalisten diskutierten via Chat, Skype und Online-Foren über mögliche Pilgerstätten der Wissenschaft. Wo wurde etwas entdeckt, erforscht, erstmals beschrieben? Zählen die Galápagos Inseln dazu, die für Darwin den Anstoß zu seiner Evolutionstheorie boten? War es das Kloster San Millán de la Cogolla, wo ein unbekannter Mönch den „Glosas Emilianenses“ geschaffen hat, das früheste schriftliche Zeugnis des Spanischen? Das Bauhaus in Dessau, die Bibliothek von Alexandria oder Kiriwina, die größte der Trobriander Inseln könnten weitere Orte sein. Auf Kiriwina begann Bronislaw Malinowski seine große sozialanthropologische Studie. Auf allen Kontinenten, in Metropolen genauso wie in entlegenen Regionen lässt sich der Weg der Wissenschaft verfolgen. Man kann auf Philosophenpfaden um die Welt ziehen oder den Warenkreislauf von Basel bis Dubai studieren. Wer nicht die zentralen Routen bevorzugt zu deren Fixpunkten etwa Weimar, Brasilia oder Wien zählen, kann sich auf protomoderne Schleichpfade machen und Abstecher nach Wittenberg, Bologna oder Mali wagen. Wissenschaft ist vielfältig, abwechslungsreich und spannend und findet an den ungewöhnlichsten Orten statt.  Ein breites Spektrum wurde in diesem Projekt verfolgt, an dem eine Reihe von Autoren mitarbeitete, wie Gundolf S. Freyermuth, Peter Glaser, Ulrich Ladurner, Uwe Wesel oder Irenäus Eibel-Eibesfeldt und Ernst Peter Fischer. 65 Orte wurden bereist und beschrieben. Doch das Projekt ist noch nicht zu Ende, denn einige Orte stehen im Widerspruch zueinander, wie die Herausgeber einräumen und als Beispiel die Fundorte des ältesten Gesteins der Erde anführen. Manche vermuten es nämlich in Grönland, andere in Australien und wieder andere tippen auf Kanada. Auch sind die Orte der Wissenschaft nicht limitiert. Neue Regionen können hinzukommen, da sich ein eurozentrischer Ansatz überlebt hat. Doch nicht nur die Orte auch der Begriff „Moderne“ sollte vielleicht im Plural geführt werden, hat sie doch ein anderes Bild etwa in China oder in arabischen Ländern. Wer nun Lust bekommt auf neue Orte oder Zweifel und Einspruch deponieren möchte, findet im Internet den richtigen Platz dafür, wo auch dieses Buch seinen Ursprung hatte unter http://www.mekkasdermoderne.de“

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Handelsblatt: „In dem Buch räumt Wozniak mit einer Legende auf“

„Angesichts des 60. Geburtstags von Apple-Mitgründer Steve Wozniak blickt das Blog zum Buch „Mekkas der Moderne“ in Apples Vergangenheit. In dem Buch räumt Wozniak mit einer weit verbreiteten Legende auf: Der erste Apple-Computer wurde 1975 nicht in einer Garage entwickelt, sondern dort lediglich getestet, „weil wir ja nicht die ganze Zeit den Wohnzimmertisch in Beschlag nehmen wollten“. Allerdings seien Steve Wozniak und Steve Jobs wohl nicht ganz unschuldig an der Legendbildung, gibt der Apple-Gründer zu: Weil sie die Geschichte von der Garagengründung von Hewlett Packard kannten, stellten sie ihren Computer Journalisten gerne in der Garage vor.“

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Max Planck Forschung: „brillante Essays, außergewöhnliches Konzept und optisch schöne Aufmachung mit Sepia-Fotografien“

Die Klagemauer in Jerusalem, die Kaaba in Mekka, der Berg Kailash in Tibet oder das Petrusgrab im Vatikan – jährlich pilgern Gläubige zu den Heiligtümern ihrer Religion. Doch gibt es säkulare Pilgerstätten der Wissenschaft und Forschung, die ähnlichen Kultstatus genießen? Mitglieder der Jungen Akademie der Wissenschaft in Berlin haben sich per E-Mail, Skype und über ein Online-Forum auf Spurensuche begeben und nach diesen besonderen Orten gefahndet. Entstanden sind dabei 76 Essays und ein sehr kurzweiliger „Reiseführer“, in dem Wissenschaftler, Autoren und Journalisten ihre „Mekkas der Moderne“ aus sehr persönlicher Perspektive beschreiben.

Ob das Forschungszentrum Cern, Galápagos, die Couch Sigmund Freuds oder die Apple-Garage: Der Leser kann sich quer durch das Buch auf eine anre- gende Entdeckungsreise begeben. Auf verschiedenen Routen, Schleichwegen und Lesepfaden stellt sich jeder – je nach Interesse – seine eigene Tour zusammen. Chronologisches Lesen ist wie im Internet nicht zwingend nötig. Verwei- se im Text verleiten immer wieder dazu, vertraute Wege zu verlassen und sich in fremde Fachbereiche hineinzuwagen.

Warum nicht einmal auf geologischen Wegen und „Philosophenpfaden um die Welt“ wandeln? Oder den „Olymp der Wissenschaftsgesellschaft“ erklimmen, wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm, die jedes Jahr die Nobelpreise vergibt? Oder Nature in der Cinan Street 4 in London?

Der Titel des Buchs wurde bewusst widersprüchlich gewählt. Er verdeutlicht die Schnittstellen, Parallelen und Grauzonen zwischen säkularer Wissenschaft und Religiosität. „Denn auch Wissenschaft hat für säkular denkende Menschen manchmal eine erhebende, beinahe spirituelle Dimension“, sagt Hilmar Schmundt, einer der drei Herausgeber. Warum das so ist, versucht dieses Buch zu ergründen.

Deshalb bleibt die Sammlung der „Pilgerstätten der Wissenschaftsgesellschaft“ vorläufig und diskussionswürdig. Jeder kann sich fragen: Was ist mein Mekka der Moderne – und warum? Welche Erlebnisse überhöhen eine Universität, ein Museum, ein Labor?

Auf der Internetseite http://www.mekkas- dermoderne.de, wo das Buch seinen Anfang nahm, diskutieren die Leser über diese Fragen und veröffentlichen ihre Ideen. Interessierte können sich Leseproben als PDF herunterladen oder das Buch im Schnelldurchlauf als Film ansehen.

Wegen der brillanten Essays, des außergewöhnlichen Konzepts und der optisch schönen Aufmachung mit Sepia-Fotografien wurde das Buch auch von der Zeitschrift bild der wissenschaft als „Wissenschaftsbuch 2010“ nominiert. Eine Auszeichnung, die es meiner Meinung nach zu Recht verdient.

(Barbara Abrell)

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DIE WELT: „Als Autoren wurden zahlreiche renommierte Wissenschaftler gewonnen, die hintergründige und lesenwerte Texte geschrieben haben“


Norbert Lossau schreibt in der WELT: „Mekkas der Moderne: Es gibt Orte auf diesem Planeten, die untrennbar mit großen Entwicklungen in Wissenschaft und Technik verknüpft sind. So steht Cape Canaveral in Florida beispielsweise für die Eroberung des Weltalls oder die Apple-Garage für den Beginn einer technischen Revolution. Die drei Herausgeber dieses Buches mit dem Untertitel „Pilgerstätten der Wissensgesellschaft“ haben 76 kurze Aufsätze über Orte dieser Erde versammelt, die zum Entdecken, Schauen, Staunen und Begreifen einladen. Dabei erheben sie nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Als Autoren wurden zahlreiche renommierte Wissenschaftler gewonnen, die hintergründige und lesenwerte Texte geschrieben haben.“

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Publier dans “Nature”, le rêve de tout scientifique

„La revue londonienne constitue, avec sa rivale américaine Science, la plus prestigieuse des tribunes pour les chercheurs. Même si une telle institution soulève bien des critiques.“

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FIGARO (mdr): „Mekkas der Moderne ist eine amüsante Reise zu jenen Orten, die Wissenschaftler ehrfurchtsvoll erstarren lassen, zugleich eine Wissenschaftsgeschichte in Episoden und Anekdoten“

„Auch im Zeitalter der Videokonferenzen und Emails gibt es Orte mit magischem Zauber. Orte, die auch angebliche nüchterne Naturwissenschaftler zum Staunen und Verharren einladen. 76 Mekkas der Moderne sind in diesem Buch versammelt. Erwartetes findet sich: Cape Canaveral, Dubna, Oxford und Princeton. Unerwartetes: Die ältesten Bäume der Welt, die Bristlecone Kiefern der White Mountains, die Oase Essakane als Wiege der Weltmusik, oder das dänische Stevns Klint, der Ort, an dem man sieht, wie die Welt der Dinosaurer unterging. Und unglaubliche Orte: Das Bahnhofkühlhaus in Basel, die deutschen Autobahnen oder die virtuelle Welt von „Second Life“.
Mekkas der Moderne ist eine amüsante Reise zu jenen Orten, die Wissenschaftler ehrfurchtsvoll erstarren lassen, zugleich eine Wissenschaftsgeschichte in Episoden und Anekdoten.“

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profil: „Ein fein selektierter Führer durch die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts“

Heilige Aufklärung

Die katholische Kirche hat den Vatikan, das Judentum die Klagemauer, für den Islam ist es die Stadt Mekka in Saudi-Arabien: heilige Pilgerstätten der unterschiedlichen Weltreligionen. Es gibt aber auch „heilige Orte“ der Aufklärung und Moderne, wie die Herausgeber von „Mekkas der Moderne“ in ihrem Vorwort erklären. Oft betreten die Besucher sie mit Ehrfurcht, wie etwa das Teilchenforschungszentrum CERN in Genf oder das British Museum in London, das jährlich fast fünf Millionen Besucher aus aller Welt anzieht – weit mehr als der Vatikan oder selbst Mekka. In 76 Kapiteln stellen Wissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten ihre Pilgerstätten der Aufklärung vor und bringen dem Leser damit die großen Errungenschaften unserer Wissenschaft näher: von Freuds Behandlungszimmer in Wien bis zu den Galapagos-Inseln, wo Darwin seine Evolutionstheorie entwickelte, von Nietzsches Grab bis zum Weltraumbahnhof in Cape Canaveral. Ein fein selektierter Führer durch die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts.

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falter: „Gute Idee, gelungene Mischung. Wissen ist eng mit dem Ort seiner Produktion verbunden.“

„Gute Idee, gelungene Mischung. In 76 kurzen und meist flott geschriebenen Texten besuchen fast ebenso viele Autoren unter anderem: das Genfer CERN, Cape Canaveral, das Santa Fe Institute in New Mexico, das Kriminalmuseum in Graz, die neue Bibliothek im ägyptischen Alexandria, aber auch das Evolutionslabor der Galápagos und virtuelle Orte wie den Google-Schlitz. Wissen ist zunächst einmal alles andere als universell, sondern eng mit dem Ort seiner Produktion verwoben. Wo sonst als auf dem Landsitz seiner Familie am Wolfgangsee hätte Karl von Frisch die Sprache der Bienen entschlüsseln können?“

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Forschung und Lehre: „eine anregende Entdeckungsreise, die neugierig macht und Lust zu eigenen Erkundungen weckt“

Ina Lohaus schreibt in der Zeitschrift „Forschung und Lehre“ über „Mekkas der Moderne“ unter der Überschrift „Entdeckungsreise“:

„Mitglieder der Jungen Akademie der Wissenschaft haben sich auf eine ungewöhnliche Suche begeben. Sie wollten Orte der Wissenschaft finden, die zum Entdecken, Staunen und Begreifen einladen. Wo gibt es in der modernen Wissensgesellschaft Orte, die wissenschaftliche Erkenntnis erfahrbar machen und als säkulare Pilgerstätten eine besondere Anziehungskraft besitzen? In 76 interessanten Essays beschreiben namhafte Wissenschaftler, Autoren und Journalisten solche Mekkas der Modernejeweils aus sehr persönlicher Perspektive. Von Cape Canaveral bis zum sogenannten Unerreichbarkeitspol nimmt dieser außergewöhnliche Reiseführer seine Leser mit zu den unterschiedlichsten Wissensorten unserer globalisierten Welt: zum Beispiel zum Forschungszentrum Cern bei Genf, nach Lambaréné an die Wirkungsstätte Albert Schweitzers, zum Institute for Advanced Study in Princeton, zur Fuggerstadt Augsburg oder zum Mars. Der Leser kann quer durch das Buch auf eine anregende Entdeckungsreise gehen, die neugierig macht und Lust zu eigenen Erkundungen weckt.“

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Kultursendung „Scala“ im WDR5: „Ein Buch, bei dem man denkt: Wie schade, dass man nicht selber auf die Idee gekommen ist.“

Der komplette Beitrag zum „ganz andersartigen Reiseführer“ beim Gespräch mit Milos Vec, einem  der Herausgeber in der Sendung „Scala“ auf WDR5 lässt sich hier anhören.

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SPIEGEL WISSEN: „Eine anregend erzählte Weltreise zu 75 Orten menschlicher Erkenntnis“

 

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Max-Planck-Gesellschaft (auf Facebook): „Unser Buchtipp (auch für den Urlaub geeignet): Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Genießen“

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ORF-Bericht: „In Reisereportagen und Essays führen bekannte Wissenschaftler zu den für sie wichtigsten Plätzen“

Hier der Bericht von Ulrike Schmitzer im österreichischen Rundfunk ORF über „Mekkas der Moderne“ und zum Anhören auf Youtube.

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„Mekkas der Moderne“ in Leonardo: „Wahnsinnig witzige und spannende Geschichten“

Karl-Heinz Heinemann über „Mekkas der Moderne“ im Radio in der „Leonardo“-Sendung. Fazit: “Das sind teilweise ganz wahnsinnig witzige und spannende Geschichten. Ich würd’s auf jeden Fall empfehlen,das kann sich jeder mal angucken, der irgendwie spannende Wissenschaft erleben will.“

Sendung vom 30. April 2010, 16.05 bis 17 Uhr hier herunterladen als MP3. (Buchrezension ab Minute 37:32).

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Deutschlandradio Kultur: „Kurzweilige Lektüre“

3 Kommentare

Eingeordnet unter Ausflüge, Expeditionen, Freistil, Natur

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