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	<title>Mekkas der Moderne - Pilgerorte der Wissensgesellschaft</title>
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	<description>Ein etwas anderer Reiseführer</description>
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		<title>Mekkas der Moderne - Pilgerorte der Wissensgesellschaft</title>
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		<title>Gagarin unter Palmen: Impressionen zum Raketenstart am 20. Oktober</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 08:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionen]]></category>
		<category><![CDATA[Postkoloniale Aufbrüche]]></category>

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		<description><![CDATA[Captain Fish öffnet versonnen eine Flasche Bier mit der Klinge seiner Machete. Er hat einen guten Riecher, er weiß genau, wo ein guter Fang lockt, auf dem Meer und an Land. „Wir waren acht Tage auf See in der Karibik“, &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/10/19/gagarin-unter-palmen-impressionen-zum-raketenstart-am-20-oktober/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=2011&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/vishal-singh-alias-captain-fish.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2012" title="vishal singh alias captain fish" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/vishal-singh-alias-captain-fish.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Captain Fish öffnet versonnen eine Flasche Bier mit der Klinge seiner Machete. Er hat einen guten Riecher, er weiß genau, wo ein guter Fang lockt, auf dem Meer und an Land.</p>
<p>„Wir waren acht Tage auf See in der Karibik“, sagt er, „wir haben 300 Fische gefangen, die haben wir gerade für 200 Euro verkauft.“ Die speckigen fünf-Euro-Noten hat er mit seiner Mannschaft geteilt, die fünf sitzen trinkend und verschwitzt auf dem rostigen Kutter am morschen Holzsteg von Sinnamary und feiern ihr Glück bei 32 Grad im Schatten, Zigaretten und Flaschen machen die Runde durch schwielige Hände.</p>
<p>Captain Fish, so nennen ihn seine Jungs, eigentlich heißt er Vishal Singh. Er kommt aus der ehemaligen britischen Kronkolonie Guyana, einem von drei Dschungel-Ländern zwischen Amazonas und Karibik. Aber er verkauft lieber hier im Nachbarland Französisch-Guayana, weil das wohlhabend ist, ein Außenposten der EU, ein vollwertiges Département von Frankreich, eine Exklave der Baguettes und Escargots zwischen Kokospalmen, wo im Radio für die Normandie Regenwetter angekündigt wird, <a href="http://www.annuaire-mairie.fr/distance-kourou.html">7000 Kilometer über den Atlantik</a>.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/sinnamary.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2014" title="sinnamary" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/sinnamary.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Ausgerechnet<a href="http://sinnamary.mairies-guyane.org/"> Sinnamary</a>, das verschlafene Kaff an einer schlammigen Flussmündung, <span id="more-2011"></span>erlebt gerade einen bescheidenen Boom – das Geld fällt buchstäblich vom Himmel. Denn in der Nähe wird eine neue Raketenbasis aufgebaut, von der aus die Satelliten des neuen Navigationssystems Galileo ins All geschossen werden sollen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2027" title="Bildschirmfoto 2011-10-19 um 09.11.57" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bildschirmfoto-2011-10-19-um-09-11-57.jpg?w=220&#038;h=300" alt="" width="220" height="300" /></a></p>
<p>(Eine kurze Durchsage: Im aktuellen &#8222;Spiegel&#8220;-Heft berichte ich darüber auf Seite 134, eine <a href="http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,792300,00.html">Übersetzung steht auf der englischsprachigen Seite</a>. Hier daher nur ein paar weitere Impressionen und Fotos.)</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/vishal-singh-captain-fish.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2013" title="vishal singh captain fish" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/vishal-singh-captain-fish.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>„Galileo is great“, sagt Captain Fish, und steigt in die schummrige Kajüte mit vier schmuddeligen Kojen, einem Steuerrad &#8211; und keiner einzigen Seekarte. „Wir brauchen keine Karten“, sagt Captain Fish, „wir haben doch GPS“ &#8211; das globale Positionssystem, das die USA seit den Sechziger Jahren aufgebaut haben. Nun soll es Konkurrenz bekommen, und die Fischer sind begeistert. „Auf Galileo“, grölen sie, „auf das Feuerwerk“. Sie meinen den nächsten Raketenstart. Nicht nur sie erhoffen sich davon viel.</p>
<p>Ein paar Kilometer außerhalb des Ortes liegt mitten in der Savanne die neue Raketenbasis der Russen, abgeriegelt durch drei Lagen Nato-Stacheldraht, Checkpoints, Wachmannschaften, Videokameras, Elektrozäune, in denen sich immer mal wieder ein Faultier verfängt.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/sojus-startrampe-und-gantry.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2015" title="sojus startrampe und gantry" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/sojus-startrampe-und-gantry.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Am 20. Oktober um 7 Uhr 34 und 29 Sekunden soll sich das haushohe Ungetüm donnernd auf eine Feuerschweif erheben, 300 Tonnen rohe Gewalt, die sich wie eine Palme aus Rauch majestätisch in Richtung Karibik neigen, dann weiter über den Atlantik, bis schließlich zwei Ssatelliten in der Erdumlaufbahn von 50 000 Kilometern ausgesetzt werden.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/eudoxie-mimine-baboul-110-jahre-alt.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2016" title="eudoxie &quot;mimine&quot; baboul. 110 jahre alt" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/eudoxie-mimine-baboul-110-jahre-alt.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>60 Tonnen Treibstoff, 300 Tonnen Gesamtgewicht? „Das ist viel“, sagt Mimine und fingert an ihrem Rosenkranz. Gerade hat sie ihren 110. Geburtstag gefeiert, die Zeitung gratulierte der ältestn Einwohnerin des Landes. Ihr Name im Geburtsregister ist Eudoxie Baboul, aber jeder hier nennt sie nur Mimine.</p>
<p>Die Dame mit dem schlohweißen Haar sitzt in einem Hüttchen in Sinnamary rund 10 Kilometer von der Sojus entfernt, draußen wuchern Vanille und Bananen wie Unkraut. Als sie 1901 geboren wurde, war Französisch-Guyana berüchtigt als Strafkolonie, fünf Jahre zuvor war Alfred Dreyfuss aus der Verbannung von der Teufelsinsel zurückgekommen. Vom Strand sieht man sie 10 Kilometer entfernt vor der Küste. Die Strafkolonie galt als „Trockene Guillotine“, ein Großteil der Gefangenen starb an den mörderischen Bedinungen, wie es auch der Film „Papillon“ erzählt. Erst 1948 wurde das Zuchthaus geschlossen.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/p1020671.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2017" title="P1020671" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/p1020671.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Das Wettrennen ins All änderte alles. Als Frankreich 1954 mit der Unabhängigkeit Algeriens auch seine Startbasen in der nordafrikanischen Wüste verlor, suchte es verzweifelt nach einer Alternative. Tests mit der Rakete „Europa“ scheiterten im australischen Woomera. 14 Standorte wurden geprüft, der Zuschlag ging an Kourou, einen Ort zwischen Sinnamary und der Hauptstadt Cayenne gelegen. Der Vorteil: Keine Vulkane, keine Erbeben, keine Wirbelstürme, keine politschen Unruhen. Das gesamte Land, ein Dschungel  von der Größe Österreichs, hatte damals 34 000 Einwohner – soviele wie vielleicht in einer einzigen Pariser Straße. „Unterentwicklung wurde zum Standortvorteil, wenn die Öffentlichkeit unerwünscht ist“, schreibt der <a href="http://anthropology.unc.edu/people/faculty/predfield">Anthropologe Peter Redfield</a> von der University of North Carolina ein seinem Buch<a href="http://www.ucpress.edu/book.php?isbn=9780520219854"> „Space in the Tropics“</a> erklärt (hier ein <a href="http://flinders.academia.edu/AliceGorman/Papers/71397/La_terre_et_lespace_rockets_prisons_protests_and_heritage_in_Australia_and_French_Guiana">Aufsatz zum Thema</a>).</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/dsc_0610.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2021" title="DSC_0610" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/dsc_0610.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Ähnliche Effekte lassen sich an anderen Weltraumbahnhöfen wie Baikonur oder, in abgeschwächter Form, in Cape Canaveral beobachten. Hier ein <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/04/12/до-свидания-baikonur/">Kapitel über Baikonur </a>aus dem Buch &#8222;Mekkas der Moderne&#8220;, hier eines von Peter Glaser <a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1303/das_kap_der_hohen_hoffnung.html">über Cape Canaveral</a>. Diese entlegenen, weltweit verstreuten Orte, haben viel gemeinsam, eine eigenartige Sozialgeografie, als &#8222;Frontier&#8220; und Ende der Welt zu gelten.</p>
<p>1968 gründete das Centre National des Etudes Spatiales (Cnes) in Kourou, einem Dorf mit damals 650 Einwohnern. Heute sind es rund 15 000. Sogar die Inseln der ehemaligen Strafkolonie kaufte die Cnes, weil sie in der Flugbahn der Raketen liegen und sich gut als Beobachtungsstation eignen. Das war genau am 20. Oktober vor vierzig Jahren.</p>
<p>Die Cnes katapultierte den Dschungel von der Steinzeit ins Weltraumzeitalter, baute Flughafen, Straßen, Ampeln, Brücken, ein Hotel, Treibstofffabriken, Kraftwerke und wurde zum wichtigsten Entwicklungsmotor. 1300 Mitarbeiter aus ganz Europa arbeiten heute im Weltraumzentrum, eine Art Internationale Raum-Station. Neuerdings kommen noch rund 300 Russen dazu.</p>
<p>1979 startete die erste Ariane, eine ultramoderne Rakete, die nicht mit Kerosin, sondern mit tiefgekühltem, flüssigem Wasserstoff betankt wird, das Aushängeschild der Europäischen Raumfahrt mit heute über 180 Starts.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/p1020377.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2022" title="P1020377" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/p1020377.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Die neue Zusammenarbeit ist der Höhepunkt eines lang anhaltenden, globalen Pokerspiels. Russland bemüht sich schon lange um eine tropische Startrampe, um mit der zusätzlichen Schubkraft des Äquators die Raketenleistung zu steigern. Um das Jahr 2000 herum plante man, die Sojus von den australischen Weihnachtsinseln zu starten, das schreckte Arianespace auf.</p>
<p>In einem fieberhaften Verhandlungsmarathon kam ein komplexer Kuhhandel zustande, der den Dschungel ringsum geradezu als übersichtlich erscheinen lässt. Ein Teil des Deals: Russland kaufte Airbus-Flugzeuge und bekam dafür seine tropische Raketenbasis.</p>
<p>So kommt es, dass ausgerechnet die französische Firma Arianespace nun Sojus-Starts vermittelt, die doch in direkter Konkurrenz zur eigenen Ariane 5 stehen. Das direkte Nebeneinander der Startrampen von Kourou und Sinnamary ist in etwa so, als würde man beim Finale der Fußball-WM die beiden Mannschaften zusammen in eine einzige Kabine stecken.</p>
<p>All das hat Mimine miterlebt in 110 Jahren, ist Großmutter und Urgroßmutter geworden, und sitzt zufrieden in ihrer Hütte in Sinnamary. Was ist das Geheimnis ihrer Langlebigkeit? „Das liegt am Willen Gottes“, sagt Mimine, und präzisiert: „Und natürlich an gutem Essen wie Karotten, Wildschwein, Gürteltier, Fisch.“</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2018" title="bar la kafrine" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Der Raketenstart ist auch ein soziales Experiment. Auf einzigartige Weise beginnen die in Sinnamary stationierten Russen, den Ort zu erkunden. An der Pizzeria und im Restaurant Kaffrine tauchen Speisekarten in kyrillischen Lettern auf. Und Bilder des säkulären Heiligen St. Gagarin an den Wänden. Technikfrömmigkeit trifft auf Katholizismus. Man darf gespannt sein, wie sich das Sojus- und Galileo-Experiment nicht nur im Orbit, sondern auch am Boden weiter entwickelt.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine-bild-von-gagarin.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2019" title="bar la kafrine bild von gagarin" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine-bild-von-gagarin.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine-in-sinnamary.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2020" title="bar la kafrine in sinnamary" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/10/bar-la-kafrine-in-sinnamary.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Hier zur Einstimmung auf den Start noch etwas Musik der<a href="http://www.myspace.com/komanti"> Elektro-Jazzband Komanti aus Kourou.</a></p>
<p>Hilmar Schmundt</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=2011&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>New York Times: Verhindern Twitter und Facebook die Demokratisierung?</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/31/new-york-times-storen-social-media-bei-der-demokratisierung/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 10:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkort]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal geistert diese These durch die Zeitungen: Das Internet, insbesondere Twitter und Facebook, seien bei Demokratisierungsprozessen nicht hilfreich. Sondern sie stören vielleicht sogar. Das zumindest behauptet Noam Cohen in der &#8222;International Herald Tribune&#8220; vom 30. August (S. 15): &#8222;Online &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/31/new-york-times-storen-social-media-bei-der-demokratisierung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1945&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal geistert diese These durch die Zeitungen: Das Internet, insbesondere Twitter und Facebook, seien bei Demokratisierungsprozessen nicht hilfreich. Sondern sie stören vielleicht sogar.</p>
<p>Das zumindest behauptet Noam Cohen in der <a href="http://www.nytimes.com/2011/08/29/business/media/in-times-of-unrest-social-networks-can-be-a-distraction.html">&#8222;International Herald Tribune</a>&#8220; vom 30. August (S. 15):</p>
<p style="text-align:left;"><em>&#8222;<strong>Online tools may distract possible participants -until they&#8217;re taken away</strong></em></p>
<p style="text-align:left;"><em>The mass media, including interactive social networking tools, make you passive, can sap your initiative and leave you content to watch the spectacle of life from your couch or smartphone. </em><em>Apparently even during a revolution.</em></p>
<p style="text-align:left;"><em>That is the provocative thesis of a new paper by Navid Hassanpour, a political science graduate student at Yale, titled &#8222;<a href="http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1903351&amp;download=yes">Media Disruption Exacerbates Revolutionary Unrest</a>.&#8220; Using complex calculations and vectors representing decision-making by potential protesters, Mr. Hassanpour, who already has a doctorate in electrical engineering from Stanford University in California, studied the recent uprising in Egypt.</em></p>
<p style="text-align:left;"><em>His question was, How smart was the decision by the government of President Hosni Mubarak to shut down the Internet and cellphone service completely Jan. 28, in the middle of the crucial protests in Tahrir Square in Cairo?</em> <em>His conclusion was, not so smart, but not for the reasons you might think.</em><em>&#8222;Full connectivity in a social network sometimes can hinder collective action,&#8220; he writes.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:left;">Diese These ist nicht neu. Jewgenij Morosow trägt ein ähnliches Argument vor in seinem Buch <a href="http://www.publicaffairsbooks.com/publicaffairsbooks-cgi-bin/display?book=9781586488741">&#8222;The Net Delusion&#8220;</a>.</p>
<p style="text-align:left;">Allerdings lohnt es sich, genau hinzusehen auf die Methodik bei der Herleitung dieser Thesen. Hassanpours Argument scheint dies zu sein: Wer offline ist, demonstriert engagierter, denn <span id="more-1945"></span>schließlich protestierten die Regimekritiker besonders intensiv, als das Netz abgeschaltet wurde vom Mubarak-Regime. Hassanpour schreibt in seinem <a href="http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1903351&amp;download=yes">Paper:</a></p>
<p style="text-align:left;"><em>&#8222;Conventional wisdom suggests that lapses in media connectivity &#8211; for example, disruption of Internet and cell phone access &#8211; have a negative effect on political mobilization. I argue that on the contrary, sudden interruption of mass communication accelerates revolutionary mobilization and proliferates decentralized contention. Using a dynamic threshold model for participation in network collective action I demonstrate that full connectivity in a social network can hinder revolutionary action. I exploit a decision by Mubarak&#8217;s regime to disrupt the Internet and mobile communication during the 2011 Egyptian uprising to provide an empirical proof for the hypothesis. (&#8230;.) The evidence is corroborated using historical, anecdotal, and statistical accounts.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:left;">Allerdings könnte man aus dieser Anekdote auch den gegenteiligen Schluss ziehen: Die Demonstranten wurden um so engagierter, weil ihnen mit dem Netz ein wichtiger Teil ihrer Informations-Infrastruktur genommen wurde. Was ist Henne, was ist Ei?</p>
<p style="text-align:left;">Philip Howard hat sich die Mühe gemacht, die Internetnutzung und die (oft zaghaften) Demokratisierungs- und Öffnungsprozesse in 75 islamischen Ländern zu untersuchen. Howard lehrt an der University of Washington in Seattle. Für Aufsehen sorgte er mit seinem Buch „The Digital Origins of Dictatorship and Democracy“, in dem er die Bedeutung des Internet für die Demokratisierung der arabischen Länder vorhersagte. Sein Ergebnis ist eindeutig, wie er uns in einem Interview für den &#8222;Spiegel&#8220; erklärt hat:</p>
<p><em>SPIEGEL: Ihr aus Weißrussland stammender Kollege Jewgenij Morosow von der Universität Stanford hält das Internet als Demokratisierungsinstrument für überschätzt. Sie dagegen kommen zum gegenteiligen Ergebnis.</em></p>
<p><em>Howard: Ich habe die Internetnutzung in über 75 Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung untersucht. Danach gibt es einen großen Schub für die Demokratisierung. Parteien und Organisationen drängen ins Netz, lösen Debatten aus, versuchen, Anhänger zu gewinnen. Deshalb stellen sich gerade radikale Parteien im Internet eher gemäßigt dar. Aber auch die Regime nutzen das Netz zur Gegenoffensive. Teheran hat in einer ersten Gegenwehr zehntausende regimetreue Blogger aus den Reihen der Bassidsch, der Freiwilligenmiliz angeheuert, die das Netz mit islamistischer Propaganda fluten, die allerdings sehr schlicht und durchschaubar ist.</em></p>
<p><a href="http://faculty.washington.edu/pnhoward/publishing/internetislam/internetislam.html">Howards Buch</a> ist das bislang wohl umfangreichste soziologische Werk zum Thema, allerdings verzichtet er auf billige Zuspitzungen nach dem Muster: Soziale Netzwerke bringen nichts für die Demokratisierung. Er sieht selbst den gescheiterten Volksaufstand in Iran als einen Teilerfolg, als einen kleinen Schritt zu einer größeren Öffnung des Landes. Obwohl die Führung derzeit die Abschottung des Landes plant:</p>
<p><em>&#8222;<strong>SPIEGEL: </strong>Iran hat angekündigt, die Verbindung ins Internet ab Ende August schrittweise zu kappen. Ist das realistisch? <strong>Howard: </strong>Dass die Regierung in Teheran dazu prinzipiell in der Lage ist, hat sie schon einmal gezeigt. Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 war das Land für rund 24 Stunden vom Rest der Welt abgeschnitten. Aber eine dauerhafte Abkopplung wäre das Eingeständnis großer Verzweiflung.</em></p>
<p><em><strong>SPIEGEL: </strong>Vollständig offline war das Land auch vor zwei Jahren nicht. </em></p>
<p><em><strong>Howard: </strong>Die Machthaber blockierten da-mals nur die großen Internetanbieter. Sie hatten nicht daran gedacht, dass das Netz dynamisch aufgebaut ist und sich solche Eingriffe umgehen lassen: Die Informationspakete werden automatisch über noch funktionierende Verbindungen geleitet. Außerdem besaßen einige Oppo-sitionelle das Know-how, um über ihre Mobiltelefone kleine Datenmengen ins weltweite Netz zu übertragen.</em></p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<p>(Hier ein <a href="http://pitpi.org/index.php/2010/08/31/spotlight-interview-with-dr-howard-on-new-book-digital-origins-of-dictatorship-and-democracy/">Video-Interview</a>, in dem Howard über sein Buch spricht: <em>&#8222;Countries with high rates of technology diffusion are most likely to develop strong democratic institutions,&#8220; Howard explained. &#8222;The recipe for democratization 50 years ago had other ingredients such as radio, television and newspapers. Today, the recipe must include the Internet.&#8220;</em></p>
<p>(Das &#8222;Spiegel-Interview&#8220; ist im aktuellen Heft auf Seite 124 zu finden, in 2 Wochen auch online. Das Gespräch haben wir über Skype geführt.)</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-31-um-11-31-38.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1951" title="Bildschirmfoto 2011-08-31 um 11.31.38" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-31-um-11-31-38.jpg?w=262&#038;h=300" alt="" width="262" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/26751062-medium.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1946" title="26751062-medium" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/26751062-medium.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align:left;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1945/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1945&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Hacker am Stellpult: Der Tech Model Railroad Club am MIT, Mekka des kreativen Umgangs mit Technik</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/30/hacker-am-stellpult-der-mit-railroad-club-mekka-des-kreativen-umgangs-mit-technik/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 17:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblicke]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Classic-Route]]></category>

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		<description><![CDATA[Das MIT sei das Mekka des Hackertums, heißt es in einem Artikel im Spiegel von Marcel Rosenbach und Hilmar Schmundt: &#8222;Die Urahnen der Bewegung hatten schon Anfang der sechziger Jahre an der Elite-Universität MIT bei Boston mit technischen Streichen begonnen. Besonders &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/30/hacker-am-stellpult-der-mit-railroad-club-mekka-des-kreativen-umgangs-mit-technik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1902&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9427.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1903" title="IMG_9427" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9427.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Das MIT sei das Mekka des Hackertums, heißt es in einem Artikel im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79973969.html">Spiegel</a> von Marcel Rosenbach und Hilmar Schmundt:</p>
<p style="text-align:right;">&#8222;<em>Die Urahnen der Bewegung hatten schon Anfang der sechziger Jahre an der Elite-Universität MIT bei Boston mit technischen Streichen begonnen. Besonders kreative Basteleien nannten die Studenten &#8222;Hack&#8220; &#8211; wahrscheinlich geht der Begriff auf die jiddische Sprache zurück: Ein ungeschickter Tischler heißt darin &#8222;Hacker&#8220;.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Im Jahr 1961 entdeckten MIT-Studenten den neuen &#8222;Supercomputer&#8220; PDP-1. Er hatte derart wenig Speicherplatz, dass sie sich darin überboten, Programme mit so wenig Zeilen wie möglich zu schreiben. Man half sich aus, geistiges Eigentum galt nichts, man sah sich als verschworene Bruderschaft, als Überflieger-Elite.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Schnell entwickelte sich ein eigener Slang, Humor und etwas, das der Autor Steven Levy in seinem Standardwerk über die Szene als &#8222;Hacker-Ethik&#8220; bezeichnete: Information wolle frei sein, schrieb er; Autoritäten sei zu misstrauen; und gute Programmcodes könnten eine eigene Schönheit haben.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:left;">Zunächst die schlechte Nachricht: Die Originalanlage des Tech Model Railroad Club (TMRC) von damals gibt es so nicht mehr, vor ein paar Jahren musste der Club umziehen. Aber ansonsten ist dies<span id="more-1902"></span> Mekka des Hackertums immer noch sehenswert. Freundlicherweise führte mich ein Mitglied des TMRC, das heute bei Google arbeitet, herum.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/30/hacker-am-stellpult-der-mit-railroad-club-mekka-des-kreativen-umgangs-mit-technik/#gallery-1-slideshow">Anklicken um </a></p>
<p style="text-align:left;">Hier eine kleine Auswahl an Bildern:</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94421.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1927" title="IMG_9442" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94421.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a>Wenn die Clubräume geschlossen sind, lässt sich von draußen auf dem Flur mit der Beleuchtung eines Modell-Hochhauses Tetris spielen. Es funktioniert.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94571.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1928" title="IMG_9457" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94571.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a>Hacker lieben rekursive Logik. Auf diesem Modell der Massachusetts Avenue Bridge, die vom MIT-Campus hinüber nach Boston führt, wurde einer der bekanntesten &#8222;Hacks&#8220; im ursprünglichen Wortsinne verewigt. Hacks waren eigentlich nur Studentenspäße. Bei diesem hier ging es um eine Wette, bei der ein Student namens<strong> George F. Smoot, dessen Körper als Maßeinheit missbraucht wurde. Smoot musste sich wie ein Maßband auf dem Boden legen, dann wurde seine Länge am Kopfende markiert, dann musste er sich mit den Füßen ein Smoot weiter wieder hinlegen, und so weiter. Das Ergebnis: Die Brücke misst 364,4 Smoots. <a href="http://www.boston.com/news/nation/articles/2006/10/04/at_mit_future_nobelist_not_above_a_prank_or_two/">2006 wurde Smoot mit dem Nobelpreis geehrt</a> (wenn auch nicht für seinen Hack von damals). </strong></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94561.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1929" title="IMG_9456" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94561.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94251.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1930" title="IMG_9425" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94251.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a>Auch politische Kommentare fehlen nicht auf dem Modell. Gerade die aufgeheizte Atmosphäre im Umkreis der fundamentalistischen Christen liefert so manche Steilvorlage für Details im Diorama.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94201.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1931" title="IMG_9420" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94201.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Eine interne Telefonanlage ermöglicht die Kommunikation zwischen einem Ende der Anlage und dem anderen, ohne brüllen zu müssen.</p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<p style="text-align:center;">Just why Peter Samson was wandering around in Building 26 in the middle of the night is a matter that he would find difficult to explain. Some things are not spoken. If you were like the people whom Peter Samson was coming to know and befriend in this, his freshman year at the Massachusetts Institute of Technology in the winter of 1958-59, no explanation would be required. Wandering around the labyrinth of laboratories and storerooms, searching for the secrets of telephone switching in machine rooms, tracing paths of wires or relays in subterranean steam tunnels . . . for some, it was common behavior, and there was no need to justify the impulse, when confronted with a closed door with an unbearably intriguing noise behind it, to open the door uninvited. And then, if there was no one to physically bar access to whatever was making that intriguing noise, to touch the machine, start flicking switches and noting responses, and eventually to loosen a screw, unhook a template, jiggle some diodes and tweak a few connections. Peter Samson and his friends had grown up with a specific relationship to the world, wherein things had meaning only if you found out how they worked. And how would you go about that if not by getting your hands on them? (&#8230;.)</p>
<p style="text-align:center;">So, without any authorization whatsoever, that is what Peter Samson set out to do, along with a few friends of his from an MIT organization with a special interest in model railroading. It was a casual, unthinking step into a science-fiction future, but that was typical of the way that an odd subculture was pulling itself up by its bootstraps and growing to underground prominence—to become a culture that would be the impolite, unsanctioned soul of computerdom. It was among the first computer hacker escapades of the Tech Model Railroad Club, or TMRC. (&#8230;)</p>
<p id="id00126">The clubroom was dominated by the huge train layout. It just about filled the room, and if you stood in the little control area called &#8222;the notch&#8220; you could see a little town, a little industrial area, a tiny working trolley line, a papier-mache mountain, and of course a lot of trains and tracks. The trains were meticulously crafted to resemble their full-scale counterparts, and they chugged along the twists and turns of track with picture-book perfection.</p>
<p id="id00127">And then Peter Samson looked underneath the chest-high boards which held the layout. It took his breath away. Underneath this layout was a more massive matrix of wires and relays,and crossbar switches than Peter Samson had ever dreamed existed. There were neat regimental lines of switches, and achingly regular rows of dull bronze relays, and a long, rambling tangle of red, blue, and yellow wires—twisting and twirling like a rainbow-colored explosion of Einstein&#8217;s hair. It was an incredibly complicated system, and Peter Samson vowed to find out how it worked. (&#8230;.)</p>
<p style="text-align:center;">(<a href="http://www.gutenberg.org/cache/epub/729/pg729.html">Steven Levy;  &#8220;Hackers&#8220;</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94531.jpg"><img title="IMG_9453" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_94531.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<h1><a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/28/spiegel-und-stern-und-der-keks-mit-der-eigenen-website/">„Spiegel“ und „Stern“ und der Keks mit der eigenen Website: Brauchen wir Spam-Filter für die Realität?</a></h1>
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		<title>&#8222;Spiegel&#8220; und &#8222;Stern&#8220; und der Keks mit der eigenen Website: Brauchen wir Spam-Filter für die Realität?</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 09:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8222;Spiegel&#8220; und &#8222;Stern&#8220; erscheinen in der kommenden Woche in digital erweiterter Form. Statt DVD auf das Cover zu pappen, sind einige der Artikel mit &#8222;Augmented Reality&#8220; aufgebohrt. Lese-App herunterladen, auf Bilder oder Codes halten, schon erscheinen zusätzliche Videos oder Fotos. &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/28/spiegel-und-stern-und-der-keks-mit-der-eigenen-website/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1863&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Spiegel&#8220; und &#8222;Stern&#8220; erscheinen in der kommenden Woche in digital erweiterter Form. Statt DVD auf das Cover zu pappen, sind einige der Artikel mit &#8222;Augmented Reality&#8220; aufgebohrt. Lese-App herunterladen, auf Bilder oder Codes halten, schon erscheinen zusätzliche Videos oder Fotos.</p>
<p>Der &#8222;Stern&#8220; kündigt seine nächste Ausgabe so an:</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26881.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1889" title="IMG_2688" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26881-e1314715244907.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p>Hier ein Video, <a href="http://www.stern.de/digital/computer/augmented-reality-heft-so-haben-sie-den-stern-noch-nie-gesehen-1722472.html">das die AR-Inhalte des &#8222;Stern&#8220; d</a>emonstriert.</p>
<p>Der &#8222;Spiegel&#8220;  bietet in der Ausgabe vom 29. 8. zusätzlich zur Titelgeschichte über Loriot den Sketch &#8222;Das Bild hängt schief&#8220; als Video an:</p>
<p><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1881" title="IMG_2660" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26602-e1314526543811.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p>Dieser zweidimensionale Code steht letztendlich einfach für die Adresse einer Website mit Videoinhalt, zum Beispiel (abhängig vom Betriebssystem des Smartphones): <a href="http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4">http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4</a><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1883" title="Bildschirmfoto 2011-08-28 um 12.19.46" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-28-um-12-19-46.jpg?w=500" alt=""   /></a><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145698_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1864" title="IMG_2654" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2654-e1314522179607.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p>Der QR-Code steht dabei für dies Adresse (wenn man ein iPhone hat): <a href="http://video.spiegel.de/flash/1145698_iphone.mp4">http://video.spiegel.de/flash/1145698_iphone.mp4</a></p>
<p>Während der &#8222;Stern&#8220; mit Bildererkennung arbeiten will (das Heft erscheint am Donnerstag, Thema ist der 11. September), bei der man das Smartphone auf ein Foto richtet, um weitere Inhalte abzurufen, setzt der &#8222;Spiegel&#8220; <span id="more-1863"></span>auf die Lowtech-Variante, die guten alten QR-Codes, wie sie auch in der &#8222;Welt kompakt&#8220; schon lange verwendet werden. Der Vorteil: man ist nich angewiesen auf AR-Anbieter wie Wikitude, Layar, Metaio, die den Nutzern ihre Bedingungen diktieren können. Diese AR-Browser-Firmen kämpfen derzeit erbittert um Marktanteile. Ein bisschen erinnert es an die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Browser_wars">Browser-Kriege </a>der Neunziger: Microsoft IE gegen Netscape Navigator und so weiter. Die üblichen Revierkämpfe in der Frühzeit einer Technologie, bevor die große Marktbereinigung einsetzt durch Verdrängung und Schlucken.</p>
<p>Das Thema heizt die Fantasie vieler Spekulanten an. Google sieht die Konjunktur des Modethemas AR folgendermaßen: <a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-24-um-10-45-59.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1866" title="Bildschirmfoto 2011-08-24 um 10.45.59" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-24-um-10-45-59.jpg?w=500&#038;h=252" alt="" width="500" height="252" /></a>Das Thema ist nicht neu. Die Augmented Reality ist älter als das Internet, schon Anfang der 1960er wurden die ersten AR-Brillen entwickelt Seit ein paar Jahren tauchen QR-Codes immer wieder als Graffiti auf, als Sticker, für andere Formen des viralen Marketing. Selbst auf dem Herrenklo des Kater Holzig oder im Impala Café an der Schönhauser in Berlin trifft man auf viralen QR-Spam. Wer dumm genug ist, sein Handy rauszukramen, und diese digitalen Ostereier zu suchen, wird meist auf plumpe Kommerzsites (Partnertausch, Herrenmode, Shoppingmals) weitergeleitet. Brauchen wir bald einen Spam-Filter für die Realität?</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2603.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1865" title="IMG_2603" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2603.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2683.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1894" title="IMG_2683" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2683.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2638.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1896" title="IMG_2638" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2638.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p>Nun also entdecken immer mehr Buchverlage und Zeitschriften die Segnungen der Augmented Reality, zumindest ihrer Schrumpfform in zwei Dimensionen. Für die Papieausgaben steckt dahinter ein intensiver iPad-Neid: Papierprodukte sehnen sich nach einem bisschen Touchscreen. Doch zunächst muss man das Handy aus der Tasche kramen, eine Software herunterladen, ein Bild machen. Dann ist oft die Ladezeit der jeweiligen Videos oder Fotos erheblich, und bis schließlich ein Videoschnipsel übers Telefon läuft, hat man schon etliche Seiten weiter geblättert. Ahem. Verbessert das das Lese-Erlebnis, oder nervt das eher? Das lässt sich diese Woche praktisch im Selbstversuch testen.</p>
<p>Insbesondere bei der &#8222;Welt kompakt&#8220; lässt sich studieren, wie man es nicht machen sollte. Eine der Triebkräfte hinter der QR-PR scheint der Sparzwang zu sein. QR ermöglicht das aufpeppen schwacher Recherche durch wahllos zusammengeklickte Inhalte, die kostenlos sind, aber wohl irgendeinen Anschein von Innovation vermitteln sollen. Nur ein Beispiel: Zu einer ohnehin schon auf wenige Sätze zusammengeschrumpfte Buchempfehlung wird einfach das Werbevideo des Verlages gestellt, und dann auch noch ein ausgesprochen nichtssagendes:</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2706.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1936" title="IMG_2706" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2706.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2707.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1937" title="IMG_2707" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2707-e1314778621973.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=5ykRcmP4qgw">http://www.youtube.com/watch?v=5ykRcmP4qgw</a></p>
<p>Das mediale Aufpeppen schwacher Printprodukte nimmt bisweilen epidemische Züge an. Der Berliner Kurier etwa wirbt derzeit mit einer 3D-Ausgabe, eine plumpe Werbeaktion eines Elektronikmarktes, welche die Leser dazu drängt, sich eine Narrenpappe vor den Kopf zu halten, wie in eine Parodie der bekannten FAZ-Werbung. Auch wenn es sich dabei nicht um AR handelt, scheint diese mediale Übersprungshandlung ebenfalls zum Cargo-Kult der Printbranche zu gehören, die glaubt, durch die Nachahmung oberflächlicher Merkmale der Computerwelt ließe sich auch ihr Erfolgsgeheimnis beschwören:</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2715.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1938" title="IMG_2715" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2715.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2711.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1939" title="IMG_2711" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2711.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Schlechte AR ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Aber Augmented Reality wollte schon immer mehr sein als nur eine Spielerei für Verleger oder Werber. Die AR-Branche reichert ihre eigene, oft prosaische Realität als Datenschubser gerne mit philosophischem und literarischem Bedeutungsüberschuss an. „Am Strand zwischen dem Land der Atome und dem Meer der Bits stellt sich heute die Aufgabe, unsere doppelte Staatsbürgerschaft in der digitalen und der realen Welt miteinander zu versöhnen“, fabuliert <a href="http://web.media.mit.edu/~ishii/">Hiroshi Ishii</a>, Direktor am Media Lab des MIT bei Boston: „Unser Ziel ist es, die Grenzen zwischen Körper und Cyberspace zu verwischen.“ Der philosophische Arm der AR-Bewegung verspricht nichts Geringeres als die Vermählung von Geist und Körper, Kultur und Natur. Hier seine Ode an die ditigal aufgemotzte Realität:</p>
<p style="text-align:right;"><em>&#8222;Where the sea meets the land, life has blossomed into a myriad of unique forms in the turbulence of water, sand, and wind. At another seashore between the land of atoms and the sea of bits, we are now facing the challenge of reconciling our dual citizenships in the physical and digital worlds. Windows to the digital world are confined to flat square screens and pixels, or &#8222;painted bits.&#8220; Unfortunately, one can not feel and confirm the virtual existence of this digital information through one&#8217;s body.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:right;"><em> Tangible Bits, our vision of Human Computer Interaction (HCI), seeks to realize seamless interfaces between humans, digital information, and the physical environment by giving physical form to digital information and computation, making bits directly manipulable and perceptible. The goal is to blur the boundary between our bodies and cyberspace and to turn the architectural space into an interface.</em></p>
<p> Die AR-Branche verspricht nichts Geringeres als die technische Verbesserung des Menschen, die Verfeinerung seiner Sinne, die Erweiterung seines Wissens &#8211; „The Extensions of Man“, wie es Marshal McLuhan einst nannte. „Wir wollen alt und jung davor bewahren, sich vor ihren Bildschirmen zu verlieren“, schwärmt<a href="http://gamesalfresco.com/about/"> Ori Inbar</a>, ein ehemaliger SAP-Manager, der heute in New York den Branchenverband Augmented Reality Consortium leitet: „Indem wir echte Objekte mit interaktiven Erzählmustern verbinden, helfen wir den Menschen, die Welt neu zu entdecken.“ Kurzum: AR soll die Wirklichkeit wirklicher machen. Die Marktorschungsfirma <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1447613">Gartner ist w</a>eniger enthusiastisch. Sie sehen Augmented Reality auf der Höhe eines Hype-Cycles, der unweigerlich demnächst vom Graben der Enttäuschung gefolgt wird. <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1447613"><img class="aligncenter size-full wp-image-1868" title="205757_0001" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/205757_0001.gif?w=500&#038;h=312" alt="" width="500" height="312" /></a> Der Hype-Cycle lässt sich nun sogar schmecken. Eine Firma bietet K<a href="http://qkies.de/">ekse mit eigener Website an, zum Selberbacken</a>. Die mitgelieferten QR-Codes sind mit Lebensmittelfarbe gedruckt, angeblich essbar (sie schmecken süß). Sie lassen sich auch auf Frühstücks-Pfannkuchen kleben. Mjam. &#8222;Die Grenze zwischen Körper und Cyberspace&#8220; &#8211; echt lecker. <a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2624.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1867" title="IMG_2624" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2624.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p style="text-align:center;"> <strong>P.S.: Hier für alle, die kein eigenes Heft haben, hier die weiteren QR-Codes aus dem aktuellen &#8222;Spiegel&#8220;</strong></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1875" title="IMG_2660" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26601-e1314525519907.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26611.jpg">http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4</a></p>
<p><a href="http://video.spiegel.de/flash/1142016_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1876" title="IMG_2661" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26611-e1314525591250.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p style="text-align:center;">Obiger Code steht für diese Adresse: <a href="http://video.spiegel.de/flash/1142016_iphone.mp4">http://video.spiegel.de/flash/1142016_iphone.mp4</a></p>
<p><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145723_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1877" title="IMG_2662" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_26621-e1314525654428.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<p style="text-align:center;">Clemens Höges&#8217; Video unter dieser Adresse: <a href="http://video.spiegel.de/flash/1145723_iphone.mp4">http://video.spiegel.de/flash/1145723_iphone.mp4</a></p>
<p><a href="http://video.spiegel.de/flash/1145571_iphone.mp4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1869" title="IMG_2655" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_2655-e1314524654594.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1863/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1863&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Happy Birthday Johann Wolfgang von!</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 07:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst Google gratuliert heute Goethe zum Geburtstag. Grund genug, ein paar Auszüge aus dem Loblied auf den Naturwissenschaftler Goethe zu bringen, das Harald Lesch und Hilmar Schmundt anstimmen in &#8222;Mekkas der Moderne&#8220;: &#8222;Das Haus am Frauenplan 1. Von außen wirkt &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/28/happy-birthday-johann-wolfgang-von/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1853&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p>Selbst Google gratuliert heute Goethe zum Geburtstag. Grund genug, ein paar Auszüge aus dem Loblied auf den Naturwissenschaftler Goethe zu bringen, das Harald Lesch und Hilmar Schmundt anstimmen in &#8222;Mekkas der Moderne&#8220;:</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-28-um-09-48-27.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1855" title="Bildschirmfoto 2011-08-28 um 09.48.27" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-28-um-09-48-27.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<p><strong>&#8222;Das Haus am Frauenplan 1. Von außen wirkt es wie eine süßliche Idylle, die sonnige Fassade Platz beherrschend hingefläzt hinter einem sprudelnden Brünnlein. Doch die behagliche Kulisse trügt. Hier fanden einst Tiefbohrungen statt, bodenlos, riskant, ergiebig bis heute. Nicht nur für Sonntagsreden pensionierter Studienräte, sondern auch für Geologen, Biologen, Astrophysiker. Goethes Einfluss auf die Kunst war gewaltig. Sein Einfluss auf die Wissenschaft ist es noch heute.</strong></p>
<p><strong>Der Museumsshop am Eingang seines Hauses ist eine Zumutung. Ein Hauch von Disneyland: Postkarten, Tassen, Büstn, Topflappen, T-Shirts. Der Geheimrat würde sich im Grabe umdrehen – aber nur, um besser sehen zu können. Er liebte den großen Auftritt, ein Meister der Inszenierung, nicht nur im Theater. Dies Haus war seine Bühne.</strong></p>
<p><strong>Ein Salon reiht sich an den nächsten, Tiefblicke als Imponiergehabe: Großes Sammlungszimmer, <span id="more-1853"></span>Majolikazimmer, Deckenzimmer, Junozimmer, Urbinozimmer. Dies hätte die Kulisse für einen Kubrick-Film abgeben können, wäre die kreiselnde Raumstation im Science Fiction-Klassiker &#8222;2001 – Odyssee im Weltraum&#8220; im 18. Jahrhundert zwischengelandet. Statt einer Antwort immer neue Fragen, statt fester Standpunkte immer neue Abgründe.</strong></p>
<p><strong>Goethes Haus ist angelegt als Forschungsmuseum, Privatakademie, Institute for Advanced Study. Auf dem Flügel im Junozimmer spielt der jugendliche Felix Mendelssohn. Der Salon als Weltausstellung im Kleinen. Antike und Tagespolitik, Exotik und Provinz sind hier auf kleinstem Raum versammelt. Er ist ein leidenschaftlicher Leser des Koran, fordert statt einer Nationalliteratur eine Weltliteratur und postuliert im &#8222;West-Östlichen Diwan&#8220;: &#8222;Wer sich selbst und andere kennt / Wird auch hier erkennen: / Orient und Okzident / Sind nicht mehr zu trennen&#8220;.</strong></p>
<p><strong>Da es noch keine Fernleihe gibt zu seiner Zeit, kein Internet, müssen Salons wie die seinen herhalten als Kommunikationszentrale. Man liest sich Gedichte und diskutiert über den Zwischenkieferknochen, man spielt Theater und streitet sich über die Natur des Lichts. Ein gutes Argument, ein treffendes Bild, von irgendjemand in die Runde geworfen, taucht später oft in Goethes Gedichten oder Aufsätzen auf. Von wem etwas ist, wen kümmert’s, Plagiarismus, who cares. Ein Gräuel für heutige Urheberrechtsschützer und Patentanwälte. Manchmal weiß er selbst nicht mehr, ob ein Gedicht von ihm stammt oder nicht. Goethes Salon ist eine Sensation: Entertainment und Experiment, Forschung und Show. </strong></p>
<p><strong>Der Streit ums Licht: wieder so ein Schauboxen ums Grundsätzliche. Als Widersacher sucht er sich erneut einen britischen Wissenschaftsstar aus: Isaac Newton. Der hatte hundert Jahre zuvor einen weißen Lichtstrahl mit Hilfe von Prismen zerlegt in einzelne Primärfarben. Goethe dagegen beschreibt in seiner &#8222;Farbenlehre&#8220; das Licht als sinnliche Erfahrung mit Wirkung auf die Seele. Dafür wird er heute oft belächelt. Dabei liegt er eigentlich nicht falsch, sondern nur anders. Newton beschreibt die Physik, Goethe die Physiologie. Aber er überreizt sein Blatt im theatralischen Duell mit einem Toten. Der Tote gewinnt, Goethe gilt heute in diesem Punkt als widerlegt.</strong></p>
<p><strong>Nachts stehen sie zwischen Spargel, Löwenzahn, Topinambur, Rapontica, Pastinake und beobachten den Mond: &#8222;Es erregt die merkwürdigsten Gefühle, wenn man einen so weit entfernten Gegenstandt so nahe gerückt sieht, wenn es uns möglich wird, den Zustand eines 50.000 Meilen von uns entfernten Körpers mit so viel Klarheit einzusehen.&#8220; Im April lädt er Schiller erneut zu einer astronomischen Partie ein. Er hat einen Frauenplan: &#8222;Es war eine Zeit, wo man den Mond nur empfinden wollte, jetzt will man ihn sehen. Ich wünsche, dass es recht viele Neugierige geben möge, damit wir die schönen Damen nach und nach in unser Observatorium locken.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Ein kleines, barockes Gartenhaus: die mineralogische Sammlung. Das Herzstück des Museums &#8211; und daher verriegelt. Die über 160.000 jährlich eintreffenden Besucher würden die Sammlung nur durcheinanderbringen. Die Mineralogie war damals schwer in Mode, seit Goethe mit seiner Liebe zum &#8222;öden Steinreich&#8220; halb Weimar ansteckte.</strong></p>
<p><strong>Wie Paläontologen, die versteinerte Knochen studierten, um das Leben urzeitlicher Tiere zu rekonstruieren, kartieren Astronomen heute die fossile Hintergrundstrahlung, den Nachhall des Urknalls. Mit fliegenden Weltraum-Teleskopen vermessen Astrophysiker heute das Werden und Vergehen von Galaxien, die Geburt von schwarzen Löchern und den Sternentod. All das erscheint wie eine Fortsetzung von Goethes Vision einer atmenden, sich wandelnden Mitwelt. Selbst Albert Einstein hat mit derlei Dynamik anfangs Probleme. Er ist zunächst ein überzeugter Anhänger eines statischen Universums – und somit ein entschiedener Gegner eines aus einem Uratom gewachsenen Kosmos, wie ihn die Urknalltheorie annimmt. Erst 1930 lässt sich Einstein umstimmen und beschreibt die Hypothese eines Urknalls als schönste und beste Erklärung der Entstehungsgeschichte des Alls.</strong></p>
<p><strong>Spurenelemente seines Denkens finden sich jede Woche in der Zeitung: Sterngeburten und Sternentod, Epigenetik und Klimawandel. Die Wissenschaftszeitschrift &#8222;Nature&#8220; verdankt ihren Namen einem Gedicht von Goethe. Darin schreibt er über die Natur:</strong></p>
<div>
<p><strong>Ihr Schauspiel ist immer neu, weil sie immer neue Zuschauer schafft. Leben ist ihre schönste Erfindung, und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben.</strong></p>
</div>
<p><strong>Ein Fenster ist halb geöffnet. Draußen auf dem Kiesweg im Garten knirschen Schritte. Als könnte der Geheimrat jederzeit hereinschneien.</strong></p>
<p><strong>Sein Wissenschaftstheater am Frauenplan schafft sich immer neue Zuschauer. In der Mineraliensammlung zum Beispiel liegt ein Stein, der Goethes Namen trägt, ein rötlich schimmerndes Brauneisenerz, das pflanzenähnlich anmutende Rosetten bilden kann und nur in Zusammenhang mit Wasser entsteht. Im Jahr 2004 untersuchen Weltraum-Geologen das All mit Hilfe der Raumsonde &#8222;Spirit&#8220; – Geist. Und finden dies wässrige Mineral auch auf dem Mars: Goethit.</strong></p>
<p>(Eine längere Version  lässt sich nachlesen bei <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/33/33200/1.html">Telepolis</a>).</p>
<p><a href="http://shop.spiegel.de/shop/action/productDetails/9473925/mekkas_der_moderne_341220529X.html?aUrl=90009999"><img class="aligncenter size-full wp-image-1859" title="Bildschirmfoto 2011-08-28 um 09.58.13" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-28-um-09-58-13.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1853/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1853&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Technikgeschichte&#8220;: Perspektiven für die weitere Fruchtbarmachung des &#8222;spatial turn&#8220;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 10:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkort]]></category>

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		<description><![CDATA[Pascal Schilling schreibt in der aktuellen Ausgabe von &#8222;Technikgeschichte&#8220;:  &#8222;Als das herausragende Merkmal der Moderne präsentiert der Band die internatonale wissenschaftliche Kooperation und zeichnet somit eine Erfolgsgesehichte der sich internationalisierenden Wissenschaft. Ein Fünftel der Beiträge befasst sich mit international orientierten Forschungszentren &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/22/technikgeschichte-perspektiven-fur-die-weitere-fruchtbarmachung-des-spatial-turn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1849&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edition-sigma.de/TG/T610.php"><img title="Bildschirmfoto 2011-08-22 um 12.24.27" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/03/bildschirmfoto-2011-08-22-um-12-24-27.jpg?w=500&#038;h=69" alt="" width="500" height="69" /></a></p>
<p><strong>Pascal Schilling schreibt in der aktuellen Ausgabe von &#8222;Technikgeschichte&#8220;: </strong></p>
<p><em>&#8222;Als das herausragende Merkmal der Moderne präsentiert der Band die internatonale wissenschaftliche Kooperation und zeichnet somit eine Erfolgsgesehichte der sich internationalisierenden Wissenschaft. Ein Fünftel der Beiträge befasst sich mit international orientierten Forschungszentren im 20. Jahrhundert. Ein frühes Beispiel hierfür liefert Karin Nickelsen in ihrem Artikel zur 1873 von dem deutschen Naturforschcr Anton Dohrn in Neapel begründeten Stazione Zoologiea.&#8220; </em></p>
<p>Systematisierend fasst der Rezensent zusammen:</p>
<p><em>&#8222;lm 20. Jahrhundert, dies legen zumindest die Beiträge des Bandes nahe, stieg zudem die Bedeutung von Forschungszentren als Konferenzorten. S0 wurde beispielsweise Oberwolfach zur ‚Pilgcrstätte‘ für Mathematiker, Cold Spring Harbor, Long Island, für Biologen oder Aspen, Colorado, für Physiker.&#8220;</em></p>
<p>Interessant findet Schilling die Diskussion einer postreligiösen Ethik:</p>
<p><em>&#8222;Aufgrund der Vielzahl spannender Beiträge. die nicht alle im einzelnen aufzuzählen sind, sei nur exemplarisch auf Hilmar Schmundts Artikel zum Matterhorn als alpintouristischem Mekka verwiesen. Der „Gipfel der Moderne“ symbolisiert<span id="more-1849"></span> eine technische und ethische Perspektive auf die Moderne (S. 308). Am Beispiel des Erstbesteigers Edward Whymper illustriert Schmundt die Auﬂockerung der aristokratischen ‚Grand Tour‘ des 19. Jahrhunderts. Gleichzeitig stehe die technische Aufrüstung des Bergsteigers für eine internalisier te industrielle Revolutiom in deren Folge „der Kletterer (zur) Menschmaschine“ werde (S. 301). Daneben sei der Berg, im Sinne des zweiten Bergpioniers und Physikers John Tyndall, Austragungsort einer postreligiösen Ethik geworden.&#8220;</em></p>
<p>Sein Fazit:</p>
<p><em>&#8222;eine Fülle von Perspektiven für die weitere Fruchtbarmachung des ‚spatial turn‘ in der Wissensgeschichte.&#8220;</em></p>
<p>(Aus: &#8222;<a href="http://www.edition-sigma.de/TG/T610.php">Technikgeschichte</a>&#8222;, Bd. 78, 2011, S. 169 f.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1849/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1849&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein Mekka des Unglaubens am Trinity College</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/17/ein-mekka-des-unglaubens-am-trinity-college/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 08:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Denkort]]></category>

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		<description><![CDATA[Worin unterscheiden sich religiöse Menschen von Ungläubigen? Der Religionssoziologe Barry Kosmin untersucht die Trends und Beweggründe des Unglaubens. Und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Zum Beispiel dies: Die Zahl der Konfessionslosen in den USA hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/17/ein-mekka-des-unglaubens-am-trinity-college/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1829&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9540.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1830" title="IMG_9540" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9540.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Worin unterscheiden sich religiöse Menschen von Ungläubigen? Der Religionssoziologe Barry Kosmin untersucht die Trends und Beweggründe des Unglaubens. Und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Zum Beispiel dies: Die Zahl der Konfessionslosen in den USA hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt auf 15 Prozent. Die Renaissance der Religion in den USA ist ein Medienhype ohne statistische Basis. In Sachen Unglauben liegen die USA im weltweiten Durchschnitt. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79652732.html">Dazu ein Bericht im &#8222;Spiegel&#8220;</a> (30/2011, S. 106):</p>
<p style="text-align:right;"><em>&#8222;</em><em>Barry Kosmin ist ein Marktforscher der etwas anderen Art. Die von ihm untersuchten Kunden konsumieren bei Firmen, die Namen wie Lifechurch.tv oder World Overcomers Christian Church™ tragen. Der Soziologe analysiert die von US-Kirchen angebotenen Souvenirshops, Fernsehsendungen und Gottesdienstleistungen.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Vor allem aber erforscht Kosmin jene Gruppe von Kunden, die sich im Konsumstreik befinden und keine religiösen Produkte nachfragen: die Ungläubigen. &#8222;Die Konfessionslosen sind das am schnellsten wachsende Segment auf dem Markt der Weltanschauungen&#8220;, sagt Kosmin. &#8222;In den vergangenen 20 Jahren hat sich ihre Zahl in den USA auf 15 Prozent verdoppelt.&#8220;</em></p>
<p>Kosmin, ein jovialer Mann von Anfang sechzig, ist Leiter des „Institute for the Study of Secularism in Society and Culture“ in Hartford, ungefähr auf halbem Weg zwischen Boston und New York gelegen. Sein <a href="http://www.americanreligionsurvey-aris.org/">American Religious Identification Survey (ARIS)</a> gehört zum Besten, was es auf diesem Sektor gibt.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9526.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1832" title="IMG_9526" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9526.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><br />
Kosmin hat sich dem Studium des Atheismus und seiner Spielformen verschrieben. Angesiedelt ist sein Institut ausgerechnet am Trinity College, zu deutsch: Dreifaltigkeits-Uni. Auf seinem Bürostuhl prangt das Wappen seiner Alma Mater mit dem Wahlspruch: „Pro ecclesia et patria“ – für <span id="more-1829"></span>Kirche und Vaterland. Unten im Erdgeschoss sitzt die akademische Konkurrenz, das kirchenfreundliche „Institut für das Studium der Religion im öffentlichen Leben“. Man komme gut miteinander klar, sagt Kosmin.</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9535.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1831" title="IMG_9535" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9535.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><br />
Die Religionssoziologie hat eigentlich eine lange Tradition. Kosmin dagegen gehört zu einer kleinen Vorhut der Nonreligions-Soziologen, der Irreligions-Soziologen, der Unglaubens-Soziologen. Ein geläufiges Wort für dieses Fach gibt es noch nicht. Dieser Umstand ist bemerkenswert. Schließlich zählen die Religionslosen mit rund einer Milliarde Menschen zu den größten Weltanschauungen weltweit, übertroffen nur vom Christentum (rund 2,3 Milliarden) und dem Islam (1,6 Milliarden). In einigen Ländern gibt es besonders viele Ungläubige, in Korea, Japan, China, Tschechien, Frankreich, Israel. Doch die meisten Areligiösen scheinen im Osten Deutschlands zu leben. Rund 67 Prozent der Ostdeutschen sind konfessionslos; im Westen liegt der Anteil bei 18 Prozent. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, denn die Kinder von konfessionslosen Eltern werden mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls konfessionslos &#8211; vor allem die Einstellung der Mutter prägt. Dieser Effekt der matrilinearen Übertragung der Weltanschauung ist sattsam bekannt aus fast allen Religionen.</p>
<p>Ausgerechnet die enge Verbindung von Staat und Kirche habe mit zur Entkirchlichung im Osten mit beigetragen, sagen deutsche Religionssoziologen: Durch öffentlich finanzierte theologische Lehrstühle, Militärseelsorge und kirchliche Vertreter in den Rundfunkräten werde Religion als herrschaftsnah und aus dem Westen kommend wahrgenommen. Im ehemals kommunistischen Polen war es genau anders herum, hier floriert die staatsferne katholische Kirche. Die Religionslosen dagegen machen weniger als ein Prozent aus, fast jenseits der Nachweisgrenze.</p>
<p>Deutschland widerlegt auch die Annahme, dass ökonomische Unsicherheit die Menschen gläubiger macht (die „Deprivationsthese“). Ganz im Gegenteil: Der Ölpreisschock der 70er, die Wendezeit und die Finanzkrise von 2008 führten zu Austrittswellen. Auffällig oft wird die Kirchensteuer, (neun Prozent der Einkommenssteuer) als Grund für den Austritt genannt. Die unvollständige Trennung von Staat und Kirche vergrätzt viele Mitglieder.</p>
<p>Natürlich ist die Nonreligions-Soziologie Teil der Religionssoziologie. Sie stellt sozusagen die Gegenprobe auf für all die Theorien, welche die Religionssoziologie angestellt hat. Die These zum Beispiel, dass Religion die Menschen erst zu moralischen Wesen mache. Die These, dass Religion die Gesellschaft zusammenhalte. Die Nonreligionsforschung überprüft diese Behauptungen. Und kommt immer wieder zu überraschenden Ergebnissnen.</p>
<p>Woran zum Beispiel glaubt, wer nicht glaubt? Der Soziologe <a href="http://www.pitzer.edu/academics/faculty/zuckerman/">Phil Zuckerman, der am kalifornischen Pitzer Colleg</a>e &#8222;Secular Studies&#8220; als Hauptfach einführen will, betont, dass Religionslose stark werteorientiert seien: Sie setzten sich stärker gegen Todesstrafe, Krieg und Diskriminierung ein als der Durchschnitt. Und sie hätten weniger Vorbehalte gegen Ausländer, Homosexuelle, Oralsex und Haschisch. Für Zuckerman übrigens ist  Dänemark das Mekka der Areligiosität: &#8222;Denmark and Sweden are probably the least religious countries in the world, and possibly in the history of the world&#8220;, schreibt er in seinem Buch &#8222;Society without God&#8220;. Und schreibt weiter:</p>
<p><em>&#8222;Aren&#8217;t they unhappy? Not according to Dr. Ruut Veenhoven of Ersmus University. Dr. Veenhoven is a leading authority on worldwide levels of happiness from country to country. He recently ranked 91 nations on an international happiness scale, basing his research on cumulative score from numerous worldwide surveys. Affording to his calculations, the country that leads the globe &#8211; ranking number one in terms of its residents&#8217; overall level of happiness &#8211; is little, peaceful, and relatively godless Denmark.&#8220; (S. 7)</em></p>
<p>Noch ist das Forschunsgebiet der Unglaubens-Soziologie überschaubar. Doch das ändert sich langsam. Forscher wie die <a href="http://cambridge.academia.edu/LoisLee">Soziologin Lois Lee</a> erkennen die Unkenntnis der zunehmend säkulären Gesellschaft über sich selbst als Chance. Lee hat an der Universität Cambridge ein „<a href="http://www.nsrn.co.uk/">Nonreligion and Secularity Research Network</a>“ gegründet, um sich mit Kollegen weltweit darüber auszutauschen, wer diese geheimnisvollen Religionslosen überhaupt sind. Lees Befunde sind überraschend. Während früher die Religionslosigkeit ein Privileg von Gebildeten, Reichen, Männern und Städtern war, verschwinden diese Merkmale zunehmend. Nur die „hard atheists“ um Richard Dawkins sind weiter ein männerdominierter Club.</p>
<p>Die Pioniere der Atheismus-Soziologie sind die Kirchen. Jahrhundertelang dominierten sie die Erforschung des Unglaubens. Schon 1965 richtete der Vatikan das „Sekretariat für die Nichtglaubenden“ ein, um „in das Denken moderner Atheisten einzudringen“ und „den Grund für ihre geistige Verwirrung und ihre Verleugnung von Gott“ zu verstehen. Bald stellte sich heraus, dass auch die Kirchen längst unterwandert sind: „Unter den Christen muss ein hoher Prozentsatz als theoretische Atheisten eingestuft werden“, schrieb der Wiener Religionsphilosoph Augustinus Karl Wucherer-Huldenfeld als Berater des Sekretariats schon 1979: “So kann im Extremfall die größte Gruppe der Atheisten eines Landes nicht unter den Konfessionslosen, sondern unter Kirchemitgliedern gefunden werden.“</p>
<p>Wie aber kann es sein, dass die Erforschung des Glaubens bislang von kirchennahen Stiftungen und Lehrstühlen aus betrieben wurde, nicht  von unabhängigen Soziologen? Eine Antwort liegt sicherlich im Desinteresse der  Ungläubigen selbst. Sie sehen sich nicht als einer Weltanschauung zugehörig. Im Gegensatz zu den meisten Religionen bauen sie keine Gruppenidentität auf. Viele von ihnen lehnen das Schema Erwählte/Verlorene oder Drinnen/Draußen ab. Dementsprechend gering ist auch die Motivation, die Gruppe der nicht Glaubenden zu erforschen, dieser Gruppe, die keine Gruppe sein will.</p>
<p>Dies Desinteresse fiel auch bei einer Diskussion im  <a href="http://www.forum.brights-deutschland.de/viewtopic.php?f=47&amp;t=1953">Forum der „Brights“</a> auf. Als besonderere Orte für Unlgläubige nannten die Forumgsteilnehmer zum Beispiel das Barrier Reef, den Grand Canyon oder einen Raketenstart. Die besonderen Orte der Atheismusforschung dagegen tauchten nicht auf, wie zum Beispiel der Wohnort von Auguste Comte, ein Mitbegründer der Soziologie, der mit dem Rationalismus sogar eine Art Agnostiker-Kirche gründen wollte. Aber vielleicht gibt es dennoch besonders inspirierende Orte der Unglaubens-Forschung?</p>
<p>Barry Kosmins Institut am Trinity College könnte in einen fiktiven &#8222;Reiseführer zu den Heiligen Stätten des Unglaubens&#8220; ganz gut hineinpassen. Nicht zuletzt wegen dieses Details: In der Bibliothek des Holzhäuschens stehen nicht nur regalmeterweise Bücher zum Thema Unglauben, Atheismus, Humanismus, Agnostizismus. Sondern auch eine Ausgabe von Edward Albees &#8222;Who&#8217;s Afraid of Virginia Woolf&#8220;. Er hat das Stück hier geschrieben.</p>
<p>Die endlosen Streitszenen des Psychodramas scheinen zu belegen: womöglich gibt es keinen Himmel, kein Paradies, keine Erlösung – aber es gibt ganz sicher eine Hölle. Oft machen wir sie uns selbst.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9529.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1837" title="IMG_9529" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9529.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a>Die Bibliothek im Institute for the Study of Secularism in Society and Culture am Trinity College, Hartford, Connecticut.</p>
<p style="text-align:right;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1829/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1829&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Südkorea macht vor, was Innenminister Friedrich fordert</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/09/sudkorea-macht-vor-was-innenminister-friedrich-fordert/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 19:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Der Rechte Weg - Normative Erkundungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert, dass Blogger  &#8222;mit offenem Visier&#8220; kämpfen sollen: &#8220; &#8222;Warum müssen ,Fjordman&#8217; und andere anonyme Blogger ihre wahre Identität nicht offenbaren?&#8220; Nun stellt sein Ministerium klar, dass Friedrich dazu kein Gesetz anstrebe. sondern der Minister nur &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/09/sudkorea-macht-vor-was-innenminister-friedrich-fordert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1824&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,778803,00.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-1825" title="Bildschirmfoto 2011-08-09 um 20.20.33" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-08-09-um-20-20-33.jpg?w=500&#038;h=414" alt="" width="500" height="414" /></a></p>
<p>Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert, dass Blogger  &#8222;mit offenem Visier&#8220; kämpfen sollen: &#8220; &#8222;Warum müssen <a title=",Fjordman' und andere anonyme Blogger" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,778203,00.html">,Fjordman&#8217; und andere anonyme Blogger</a> ihre wahre Identität nicht offenbaren?&#8220;</p>
<p>Nun stellt sein Ministerium klar, dass Friedrich dazu kein Gesetz anstrebe. sondern der Minister nur laut nachgedacht habe.</p>
<p>Wie eine solche Zwangs-Identifizierung aussehen könnte, darüber schweigt sich der Minister aus guten Grund aus, denn zum einen scheint er die Rechtslage nicht zu kennen: Eine Impressumspflicht<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__5.html"> ist im Telemediengesetz längst gesetzlich festgeschrieben</a>. Zum anderen ist noch nie jemand für ein anonymes Posting belangt worden.</p>
<p>Wie aber sieht es mit Friedrichs Hoffnung aus, dass Schreiber, die &#8222;mit offenem Visier&#8220; schreiben, weniger zu gefährlichen Äußerungen neigen? Auch hier lässt Friedrich viele Fragen offen. Ander Behring Breivik zitiert in seinem wirren Manifest schließlich nicht nur den (einst) anonymen &#8222;Fjordman&#8220;, sondern auch Autoren wie Robert Spencer, Pamela Geller oder <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/07/23/john-stuart-mill-und-das-massaker-in-norwegen/">John Stuart Mill.</a></p>
<p>Was also bedeutet das Anonymitäts-Verbot, das der Bundesinnenminister sich wünscht? Das könnte er in Südkorea besichtigen. Hier gibt es das &#8222;Real Name Verification Law&#8220;:</p>
<p style="text-align:right;">&#8222;Due to the constant social issues caused by online slanders, the extended version of Real Name Verification Law was <span id="more-1824"></span>built in July 2007. By this law, all websites that have average daily viewership of over 300,000 went into effect. Once again, this law was strengthened to websites that have average daily viewership of over 100,000 in 2009. Accordingly, 37 websites had been subject to the law in 2007, but 153 websites5 were concerned with the law in 2009. In order to verify a user’s identity, Resident Registration Number (RRN)6 is used at the associated websites.&#8220;</p>
<p style="text-align:right;">(<a href="http://docs.google.com/viewer?a=v&amp;q=cache:NFZs4a94W8QJ:weis2011.econinfosec.org/papers/Real%2520Name%2520Verification%2520Law%2520on%2520the%2520Internet%2520-%2520A%2520Poison%2520or%2520Cu.pdf+Real+Name+Verification+Law+on+the+Internet:+A+Poison+or+Cure+for+Privacy%3F+Daegon+Cho+%28daegonc%40andrew.cmu.edu%29&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;pid=bl&amp;srcid=ADGEESirFl-k5Pwtn47mzJRlIInNhtBhM9JsKMklZq04bUP9QpaV-GysKnf_5bMuhTymU3WQLckEjOQ81rEMtoXa0p4aIScWedOgjQRAR8cTnJulZR1Kx-HvBYrUdEXWOUL6kyYoCYQw&amp;sig=AHIEtbS_O1lEIZQLymcXa0dJRkEp6HOV2A">Zitat: Daegon Cho</a>)</p>
<p>Was hat sich seitdem verändert? Wenig, das hat <a href="http://docs.google.com/viewer?a=v&amp;q=cache:NFZs4a94W8QJ:weis2011.econinfosec.org/papers/Real%2520Name%2520Verification%2520Law%2520on%2520the%2520Internet%2520-%2520A%2520Poison%2520or%2520Cu.pdf+Real+Name+Verification+Law+on+the+Internet:+A+Poison+or+Cure+for+Privacy%3F+Daegon+Cho+%28daegonc%40andrew.cmu.edu%29&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;pid=bl&amp;srcid=ADGEESirFl-k5Pwtn47mzJRlIInNhtBhM9JsKMklZq04bUP9QpaV-GysKnf_5bMuhTymU3WQLckEjOQ81rEMtoXa0p4aIScWedOgjQRAR8cTnJulZR1Kx-HvBYrUdEXWOUL6kyYoCYQw&amp;sig=AHIEtbS_O1lEIZQLymcXa0dJRkEp6HOV2A">Daegon Cho, Medienwissenschaftler an der Carnegie Mellon University in einer Studie</a> festgestellt. Das Anonymitätsverbot, das für große Online-Angebote gilt, hat den Diskurs etwas weniger ruppig werden lassen, aber nur mininal.  Vor allem Newbies, die sehr selten etwas posteten, verringerten den Anteil an Schimpfwörtern. Vielschreiber dagegen verwenden ohnehin kaum extreme Formulierungen.</p>
<p style="text-align:right;">&#8222;Does the constraint of having to reveal one&#8217;s true identity online have a moderating effect on the Internet community? It does, as Cho discovered. The Identification Law has a civilizing effect on the Internet&#8217;s verbal offenders &#8212; though only in moderation. Those who rarely post comments online were especially likely to temper their emotions. In this group, the number of comments containing &#8222;swear words and anti-normative expressions&#8220; fell from 27 to 20 percent. Nevertheless, the majority of troublemakers continued to swear without restraint under their real names.&#8220;</p>
<p style="text-align:right;">(<a href="http://www.spiegel.de/international/spiegel/0,1518,778138,00.html">Zitat Rosenbach, Schmundt</a>, Sultan)</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-07-29-um-11-15-09.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1826" title="Bildschirmfoto 2011-07-29 um 11.15.09" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/bildschirmfoto-2011-07-29-um-11-15-09.jpg?w=500&#038;h=280" alt="" width="500" height="280" /></a></p>
<p> Wer ein Anonymitäts-Verbot fordert, sollte sich die Lage in Südkorea genauer ansehen.</p>
<p>Wer hat weitere Infos, Erfahrungen, Forschungsberichte über die Wirkung des &#8222;Real Name Identification Law&#8220; in Südkorea? Hier schon einmal ein paar <a href="http://www.google.com/support/forum/p/youtube/thread?tid=6795ec22da476968&amp;hl=en">Erfahrungsberichte</a>. Soviel scheint schon jetzt klar: Das Anonymitätsverbot scheint sich auch in Südkorea mit ein paar Klicks umgehen zu lassen.</p>
<p style="text-align:right;">(Hilmar Schmundt)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1824/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1824&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Musik-Abhörstation auf dem Teufelsberg</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/01/musik-auf-dem-teufelsberg/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 15:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblicke]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Geheime Labyrinthe]]></category>

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		<description><![CDATA[(Hier ein Video) Früher hörten die US-Streitkräfte vom Teufelsberg in Berlin aus den Funkverkehr der nahen DDR ab. Es fielen derartige Mengen an Mitschnitten an, die vernichtet werden mussten, dass die Verbrennungsanlage (Pyrloyse) angeblich ausreichte, um das Areal zu heizen. &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/08/01/musik-auf-dem-teufelsberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1808&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=lzIHwTEvMt4"><img class="aligncenter size-full wp-image-1812" title="IMG_9574" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9574.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=lzIHwTEvMt4">(Hier ein Video)</a></p>
<p>Früher hörten die US-Streitkräfte vom Teufelsberg in Berlin aus den Funkverkehr der nahen DDR ab. Es fielen derartige Mengen an Mitschnitten an, die vernichtet werden mussten, dass die <a href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/330525/330526.php?pos=0">Verbrennungsanlage </a>(Pyrloyse) angeblich ausreichte, um das Areal zu heizen. Wann kann man sich schon die Hände an Daten wärmen (außer mit dem iPad)?</p>
<p>Auch jetzt eignet sich das Areal wieder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lzIHwTEvMt4">zum Lauschen</a>. Oben in der sphärischen Kuppel des Radoms wird manchmal gesungen. Der Klang ist von sphärischen Echos begleitet und scheint aus allen Richtungen zu kommen. Das Erlebnis ist vielleicht sogar intensiver als in einer Kathedrale, weil der Kontrast so gigantisch ist zwischen den muffigen Gängen, den besprühten Wänden, den alten Feuerstellen und zerschlissenen Matrazen. Und diesen sphärischen Klängen. Sehr zu empfehlen für Ruinenromantiker. David Lynch wollte hier einst ein Schulungszentrum einreichten. Das passt.</p>
<p>Regen eignet sich besonders für einen Besuch. Wenn es gießt, werden immer wieder alte Kacheln und Hausteile am Hang freigespült, denn der Teufelsberg ist einer der vielen Schuttberge der Stadt. Unter ihm soll eine ehemalige Lehranstalt begraben sein, die Albert Speer für die Ausbildung seiner Germania-Architekten errichten ließ. Wer weiß dazu mehr? Oder zur Pyrolyse der Datenträger?</p>
<p>Führungen über das Gelände der ehemaligen Abhörstation: <a href="http://www.berlinsightout.de/">www.berlinsightout.de</a></p>
<p>Artikel in der <a href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/330525/330526.php?pos=0">Berliner Zeitung </a>über den Teufelsberg.</p>
<p style="text-align:right;">(HS)</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9606.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1813" title="IMG_9606" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/08/img_9606.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Blues aus Mali: &#8222;Ihr kennt die Zweige, wir haben den Stamm&#8220;</title>
		<link>http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/07/27/weltmusik-aus-mali-ihr-kennt-die-zweige-wir-haben-den-stamm/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 07:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mekkasdermoderne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionen]]></category>
		<category><![CDATA[Postkoloniale Aufbrüche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mekkasdermoderne.wordpress.com/?p=1782</guid>
		<description><![CDATA[Am 29. Juli traten Tinariwen aus Mali im Berliner Haus der Kulturen der Welt auf. Videoclip 1 Videoclip 2 Peter Pannke berichtet zu diesem Thema in &#8222;Mekkas der Moderne&#8220;. Er schreibt über die Wurzeln des Blues in Westafrika: Wenn man &#8230; <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/07/27/weltmusik-aus-mali-ihr-kennt-die-zweige-wir-haben-den-stamm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1782&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29. Juli traten <a href="http://www.tinariwen.com/">Tinariwen</a> aus Mali im Berliner <a href="http://www.lastfm.de/event/1994838+Tinariwen+at+Haus+der+Kulturen+der+Welt+on+29+July+2011">Haus der Kulturen der Welt auf</a>.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z6B-wTN6LaI&amp;feature=player_embedded">Videoclip 1</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z6B-wTN6LaI">Videoclip 2</a></p>
<p><a href="http://www.tinariwen.com/"><img class="aligncenter size-full wp-image-1804" title="Bildschirmfoto 2011-07-27 um 09.47.26" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/07/bildschirmfoto-2011-07-27-um-09-47-26.jpg?w=500&#038;h=363" alt="" width="500" height="363" /></a></p>
<p><strong>Peter Pannke berichtet zu diesem Thema in &#8222;Mekkas der Moderne&#8220;. Er schreibt über die Wurzeln des Blues in Westafrika:</strong></p>
<p>Wenn man Timbuktu in Richtung Nordwesten verlässt, passiert man am Stadtrand, kurz bevor die Wüste beginnt, eine riesige Betonsäule. Steil ragen ihre Arme in den Himmel, in den Sockel sind verrostete, ausgebrannte Gerippe von Maschinengewehren eingegossen. Flamme de la Paix heißt dieses Denkmal, das daran erinnern soll, dass die Tuareg im März 1996 an dieser Stelle vor den Augen von Präsident Alpha Oumar Konaré und der versammelten Stammesführer 3000 Gewehre verbrannten, um den fragilen Frieden zu besiegeln, den sie mit dem Staat Mali geschlossen hatten.</p>
<p>»Die malische Armee hat ihre Waffen damals nicht mit ins Feuer geworfen«, murmelte der Tuareg, der mich zum Festival au désert in die Oase Essakane mitnahm, zwischen den Zähnen. Der Friedensschluss hinterließ einen bitteren Nachgeschmack. Etwa eine Million Tuareg verteilen sich über ein riesiges Gebiet, <span id="more-1782"></span>fünfmal so groß wie Deutschland, das sich über Marokko, Mauretanien, Algerien, Libyen, Mali, Burkina Faso und Niger erstreckt. Als verbindendes Element dient den heterogenen Gruppen einzig ihre gemeinsame Sprache Tamashek, und so nennen sie sich Kel Tamashek, »Sprecher des Tamashek«, oder Imazighen, »freie Menschen«.</p>
<p>Als in den Dürrekatastrophen der siebziger und achtziger Jahre der größte Teil ihrer Viehherden verdurstete, verschwand zusammen mit ihren Kamelen und Ziegen die Lebensgrundlage der nomadischen Bevölkerung, die in Touristenprospekten als »blaue Ritter der Wüste« verklärt werden. Sie selbst bezeichnen sich weder als »blaue Ritter« noch als Tuareg – das Wort ist ein arabisches Schimpfwort und bedeutet soviel wie »von Gott Verdammte«. Die Araber, mit denen sie über Jahrhunderte hinweg immer wieder Kriege führten, haben sie zwar islamisiert, aber nie unterworfen.</p>
<p>Die Sharia – das Wort bezeichnet ursprünglich einen Pfad durch die Wüste – brauchten sie nicht, denn die Sterne wiesen ihnen den Weg.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z6B-wTN6LaI&amp;feature=player_embedded"><img class="aligncenter size-full wp-image-1820" title="Bildschirmfoto 2011-08-01 um 18.22.53" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/07/bildschirmfoto-2011-08-01-um-18-22-53.jpg?w=500&#038;h=369" alt="" width="500" height="369" /></a></p>
<p>Als die Tuareg von der fortschreitenden Versteppung der Sahel-Zone immer weiter nach Süden gedrängt wurden, trafen sie auf die Herden der Peul oder anderer Gruppen, die ihre angestammten Wasserrechte verteidigten.</p>
<p>Im Laufe der Auseinandersetzungen wechselten zehntausende von jungen Tuareg über die Grenze nach Algerien und Libyen. »Ishumaren« wurden sie genannt, nach dem französischen »chômeur«, die Arbeitslosen. Fern von ihren Familien vertrieben sie sich die Zeit mit Gesängen, die von den legendären Kriegern der Vergangenheit erzählten. Taghreft Tinariwen – die erste Tuaregband, die zu elektrische Gitarren griff – führte ein neues Thema in den alten poetischen Kodex ein. »Taghreft« bezeichnet eine Baumannschaft, »Tinariwen« bedeutet Wüste oder »leerer Ort«. Die Wüste drohte sich nun auch im Inneren auszubreiten und die Menschen auszuhöhlen, ihre Songs waren von Hoffnung, Schmerz und Sehnsucht nach einem eigenen Land erfüllt.</p>
<p>Sie seien in einem libyschen Trainingslager entstanden, erzählte Tinariwen beim ersten Festival au désert, das 2001 in der Nähe von Kidal stattfand, westlichen Journalisten. Das Versprechen Ghaddafis, sie bei ihrem Kampf für ein autonomes Land der Tuareg zu unterstützen, erwies sich als trügerisch. Einige von ihnen gehörten zu der Gruppe, die im Juni 1990 einen Militärposten an der Grenze zu Niger überfiel und damit den zweiten Aufstand der Tuareg auslöste. Dass sie mit der Kalaschnikow in der einen und der E-Gitarre in der anderen Hand kämpften, wurde bald zur Legende, doch für Tinariwen stand nicht der Krieg, den sie mit traumatischen Erinnerungen verbanden, im Mittelpunkt, sondern die Reflexion über ihr Leben, das zwischen archaischem Erbe und desolater Moderne pendelte.</p>
<p>Traditionelle Nomadentreffen, auf denen getanzt und gesungen wurde, »Temakannit« genannt, hatten in der Sahara stattgefunden, solange die Bewohner zurück denken konnten, aber die Idee, diese Zusammenkünfte auch für Nicht-Tuaregs zu öffnen und Musikerinnen und Musiker aus dem merklich unterschiedlichen Süden des Landes dazu einzuladen, war neu. Die Inspiration, dass sich das zu einem regelrechten Weltmusikfestival auswachsen könnte, stammte von der französischen Musikerkommune Lo’Jo, die Tinariwen 1999 in der Hauptstadt Bamako trafen. Sie taten sich mit der Tuareg-Organisation EFES zusammen, die auf die bedrohte Lebenssituation ihres Volkes aufmerksam machen wollte.</p>
<p>Beim ersten Festival au désert waren gerade einmal dreißig Westler anwesend, aber die waren begeistert von den wilden Männern mit Turban und E-Gitarre, die den Sandhügel erklommen, der als improvisiertes Podium diente. Doch in den Norden Malis, wo sich immer noch bewaffnete Rebellen aufhielten, traute sich selbst das Militär kaum, und so wurde das nächste Festival auf die weißen Dünen von Essakane verlegt, wo man eher westliche Weltmusiktouristen anlocken konnte. Schnell machte die Kunde von den »Rolling Stones der Sahara« in Musikerkreisen die Runde.</p>
<p>2003 gesellte sich Robert Plant, der Sänger der Rocklegende Led Zeppelin, zu Tinariwen auf die Bühne. »Als ob man einem Tropfen lauscht, der in einen tiefen Brunnen fällt«, umschrieb er das Gefühl, das ihre Musik in ihm auslöste. Die CD mit dem Mitschnitt des Festivals gelangte in die World Music Charts und katapultierte Tinariwen zu internationalem Ruhm.</p>
<p>Im Januar 2004 verschaffte »das entlegenste Festival der Welt« bereits einigen hundert westlichen Besuchern Einblicke in die Härte des Nomadenlebens: Keine Duschen, Wasser war knapp, die Toilettenhäuschen, die eine ausländische Hilfsorganisation errichtet hatte, waren innerhalb weniger Stunden unbrauchbar. Aus ihren Schlafsäcken mussten die Besucher erst einmal die Skorpione her- ausschütteln, vor allem machte ihnen der feine Staub zu schaffen, der durch die kleinsten Ritzen drang. Schnell stellte sich heraus, dass der Tagoulmoust, der Gesichtsschleier der Tuareg, kein dekoratives Schmuckstück ist, sondern zur Überlebensausrüstung gehört.</p>
<p>Die Tuareg-Bands dominieren das Festival, der pan-malische Geist der Versöhnung der nördlichen und südlichen Landesteile fand auf einem Nebenschauplatz statt. Die Koraklänge der Griots von Mali bekamen die Weltmusiktouristen erst beim Festival au Niger zu hören, das in den folgenden Jahren nach dem Vorbild von Essakane in Ségou entstand. Aber auch das Festival au désert verzeichnet steigende Besucherzahlen, und es hat viel bewegt.</p>
<p>Das blinde Ehepaar Amadou &amp; Mariam, das sich in der Blindenschule von Bamako kennen lernte und 2004 international noch wenig bekannt war, holte Herbert Grönemeier drei Jahre später nach Berlin, um gemeinsam mit ihnen die Fußballweltmeisterschaft zu eröffnen. Etran Finatawa, die »Sterne der Tradition« der Wodaabe-Nomaden aus Niger, die zwischen die Fronten der Tuareg und der Regierungssoldaten von Mali und Niger geraten waren, versöhnten sich in Essakane mit ihren ehemaligen Gegnern. »Desert Crossroads« heißt ihre 2005 erschienen CD. Die Gruppe tourt mittlerweile durch Europa, genau wie Tinariwen, die bisher 80.000 CDs verkauft haben. Der Tribut, den sie für ihre internationale Vermarktung zahlen müssen, kann man im Internet nachlesen. »Die romantischen Rocker aus der Wüste betören immer wieder, auch wenn sie diesmal etwas sehr produziert daher kommen«, wurde ihre letzte CD kritisiert, aber Carlos Santana holte sie 2007 zum Jazz-Festival von Montreux und versicherte ihnen, sie säßen an der Quelle, aus der Muddy Waters, Jeff Beck und Buddy Guy getrunken hätten.</p>
<p>Ähnliches sagte der 2005 verstorbene Ali Farka Touré, der zusammen mit dem amerikanischen Gitarristen Ry Cooder für »Talking Timbuktu« einen Grammy Award bekam. Vielleicht war es nur Höflichkeit, die ihn dazu brachte, die Frage nach der Herkunft des Blues, die ihm auf der Pressekonferenz von Essakane 2004 gestellt wurde, noch einmal zu beantworten. Der Blues? Was sollte das sein? Er hielt es für einen schlechten Witz, dass er gefragt wurde, ob er sein Gitarrenspiel bei John Lee Hooker gelernt habe.</p>
<p>Gewiss, er hatte ihn 1968 zum ersten Mal gehört und war tief beeindruckt – aber nicht, weil er seinen Meister gefunden hatte, sondern weil ihm schien, dass der amerikanische Bluessänger etwas spielte, was eigentlich aus Afrika stammte, vom Ufer des Niger. »Ihr kennt die Zweige, wir in Mali haben die Wurzeln und den Stamm. Ich weiß selber, was ich spiele, niemand braucht mir das zu erzählen«, beschied Ali Farka die weißen Journalisten. Ali Farka transportierte mit seiner Musik keine Klageschreie über die Sklavenarbeit auf den Baumwollplantagen, kein Stöhnen über Whiskey and Women – er war kein Underdog, sondern ein Grundbesitzer, der auf sein Land stolz war.</p>
<p>Nicht jeder in Europa scheint das begriffen zu haben. Die eigentliche Weltmusik werde von Madonna und den Beatles gemacht, erläuterte der neue Musikchef Detlef Diederichsen sein Programm, als im Herbst 2007 das frisch renovierte Berliner Haus der Kulturen der Welt wiedereröffnet wurde – Stammesgesänge aus Mali und peruanische Zupfinstrumente erklängen doch nur an der Peripherie. Die Botschafterin von Mali lachte nur, als sie den Artikel in der lokalen Stadtzeitung las: »Vielleicht sollte man diesen Mann einmal nach Mali einladen, damit er die Wiege kennen lernt, in der die Urgroßeltern der Weltmusik gelegen haben!«</p>
<p><strong>Aus dem Buch &#8222;Mekkas der Moderne &#8211; Pilgerorte der Wissensgesellschaft&#8220;, einem Projekt der Jungen Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg. </strong></p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/07/bildschirmfoto-2011-07-27-um-09-45-00.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1803" title="Bildschirmfoto 2011-07-27 um 09.45.00" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2011/07/bildschirmfoto-2011-07-27-um-09-45-00.jpg?w=500&#038;h=389" alt="" width="500" height="389" /></a></p>
<div><strong>Weitere Kapitel zum Thema: </strong></div>
<div>Mekkas der Moderne in aller Welt &#8211; im <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2010/04/25/das-buch-im-schnelldurchlauf-als-film-2/">Schnelldurchlauf als Film</a>.</div>
<div>Dubai als Labor einer <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/07/07/zwei-bildungseinrichtungen-schliesen-in-den-emiraten/">islamischen Renaissance</a>.</div>
<div>Diskussion über den <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2011/01/08/china-mobile-fotos-aus-peking-und-schanghai/">Modernisierungswahn in Shanghai</a>.</div>
<div style="text-align:center;">* * *</div>
<div>
<p><strong>In 76 Kapiteln führen bekannte Schriftsteller, Forscher und Journalisten</strong>quer durch den Kosmos der globalisierten Wissensgesellschaft. Über 50 Kapitel davon lassen sich online nachlesen. Sie laden ein zum Entdecken und Genießen, zum Nachreisen oder Querlesen. Zum Mitdenken, zum Widerspruch und zu der Frage: Was wären denn eigentlich meine ganz persönlichen Mekkas der Moderne?</p>
<p>Mit Beiträgen von <strong>Irenäus Eibl-Eibesfeld, Peter Glaser, Steve Wozniak, Harald Lesch, Jürgen Kaube, Ernst Peter Fischer, Ilija Trojanow, Wilfried F. Schoeller, David Wagner, Jakob Strobel y Serra, Uwe Wesel, Michael Rutschky, Gundolf S. Freyermuth </strong>und anderen.</p>
<p>Inhalt</p>
<p><strong>I      AUFBRUCH – Meilensteine und Wegweiser</strong></p>
<p>1 <strong>Cape Canaveral, Florida</strong>: <a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1303/das_kap_der_hohen_hoffnung.html">Das Kap der hohen Hoffnung (Peter Glaser)</a></p>
<p>2 <strong>Das Goethehaus in Weimar</strong>: <a href="http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33200&amp;mode=print">Odyssee am Frauenplan</a> (Harald Lesch, Hilmar Schmundt)</p>
<p>3 <strong>Der Nuvvuagittuq-Grünsteingürte, Québec</strong>: <a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2010/06/die-spur-der-steine.php">Fundament der Tiefenzeit</a>(Jürgen Schönstein)</p>
<p>4 <strong>Mona Lisa, Paris</strong>: Digitale Bilderverehrung und delegiertes Erleben (Lars Blunck)</p>
<p>5 <strong>Galápagos</strong>: <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1406/paradies_und_labor_der_evolution.html?o=position-ASCENDING&amp;s=7&amp;r=1&amp;a=1406&amp;c=1">Labor der Evolution (Irenäus Eibl-Eibesfeldt)</a> ______</p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>6 <strong>Nobelpreiskomitee, Stockholm</strong>: <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2010/10/07/der-nobelpreis-als-sakularer-massenwahn-stephan-maus-uber-die-rituale-des-preisgerichts/">Mythos und Narrenspiel </a>(Stephan Maus)</p>
<p>7 <strong>Solferino und Castiglione</strong>: <a href="http://lto.de/de/html/nachrichten/998/Solferino/">Die Geburt des humanitären Völkerrechts</a>(Ulrich Ladurner)</p>
<p>8 <strong>Malo Sa’oloto Tuto’atasi o</strong><strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,715169,00.html"> </a></strong><strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,715169,00.html">Samoa</a></strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,715169,00.html">: Der Traum vom glücklichen Wilden (Peter Sandmeyer)</a></p>
<p>9 <strong>Freuds Couch</strong>: <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1070/liege_der_lust.html">Liege der Lust (Lydia Marinelli)</a></p>
<p>10 <strong>Bologna</strong>: V<a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1021/voellerei_und_fantasie.html">öllerei und Phantasie (Rainer Maria Kiesow)</a></p>
<p>11 <strong>Das Cern bei Genf</strong>: <a href="http://wp.me/pQUXZ-1C">Eine Kathedrale der Physik</a> (Mathias Kläui)</p>
<p>12 <strong>British Museum, London</strong>: <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1012/wohnzimmer_des_wissens.html">Tempel der Aufklärung (Hilmar Schmundt)</a></p>
<p>13 <strong>Santa Fe Institute, New Mexico</strong>: Der hl. Glaube ans Fachübergreifende (Stefan Bornholdt)</p>
<p>14 <strong>Die Bibliothek von Alexandria</strong>: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,690061,00.html">Wissen als politische Macht (Bernd Musa)</a></p>
<p>15 <strong>Google</strong>: Der Schlitz (Peter Glaser)</p>
<p>16 <strong>Antarktis</strong>: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,701131,00.html">Flucht ins Eis (Gerald Traufetter)</a></p>
<p><strong>II      EXPEDITIONEN – Lokale Globalität</strong></p>
<p>17 <strong>Bikini-Atoll, Marshall Islands</strong>:   Drei schwarze Sterne auf der Flagge (Maik Brandenburg)</p>
<p>18 <strong>Schanghai:</strong> <a href="http://www.zeit.de/reisen/2010-04/Shanghai">Der Wirtschaftswunderwahnsinn (Jakob Strobel y Serra)</a></p>
<p>19 <strong>Bristlecone-Kiefern, White Mountains</strong>:     Wie man (fast) jede Krise übersteht (Martin Wilmking)</p>
<p>20 <strong>Brasília</strong>:     Wenn die Moderne träumt (Philipp Elsner)</p>
<p>21 <strong>Rift Valley, Kenia</strong>:     <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1251/die_wiege_der_menschheit.html">Die Wiege der Menschheit (Julia Fischer)</a></p>
<p>22 <strong>United Nations University, Tokio</strong>:     <a href="http://www.sciencegarden.de/content/2010-07/gelehrtenrepublik-und-neues-atlantis">Gelehrtenrepublik und neues Atlantis</a>(Hilmar Schmundt)</p>
<p>23 <strong>Kantiana in Königsberg</strong>:     Aus Ehrfurcht vor dem Denken (Eva-Maria Engelen)</p>
<p>24 <strong>Lambaréné, Gabun</strong>:     Albert Schweitzers ethisches Korrektiv (Felix Grigat)</p>
<p>25 <strong>West Madison Street, Chicago</strong>:     Bühne des unsteten Lebens (Jürgen Kaube)</p>
<p>26 <strong>Bauhaus in Dessau</strong>:     Relikt der Utopien (Friedrich von Borries)</p>
<p>27 <strong>Bangalore</strong>:     <a href="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/2010/11/16/bangalore-willkommen-im-inder-net/">Heiliges Mosaik aus Steinen und Mikrochips</a> (Ilija Trojanow)</p>
<p>28 <strong>Wittenberg</strong>:     Wiege und <a href="http://www.das-schema.com/?p=1231">Themenpark der protestantischen Ethik</a></p>
<p>(Michael Rutschky)</p>
<p>29 <strong>Die Apple-Garage</strong>:    <a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1217/_wir_haben_mit_nichts_angefangen.html"> Die Legenden des Rocky Raccoon Clark (Steve Wozniak)</a></p>
<p>30 <strong>Miraikan, Tokio</strong>:     Humanoide hinterm Absperrband (Charlotte Kroll)</p>
<p>31 B<strong>aikonur, Kasachstan</strong>:     Himmelfahrt in der Steppe (Hilmar Schmundt)</p>
<p>32 <strong>Die Oase Essakane, Mali</strong>:     Wurzeln und Stamm der Weltmusik (Peter Pannke)</p>
<p>33 <strong>YIVO, New York</strong>:     Die untergegangene Welt des Ostjudentums (Sabine Koller)</p>
<p>34 <strong>Mauna Loa, Hawaii</strong>:     <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33742/1.html">Eine Kurve verändert die Welt</a> (Christopher Schrader)</p>
<p>35 <strong>Ibn Battuta Mall, Dubai</strong>:     <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/_b=2646649,_p=134,_t=ftprint,doc_page=0;printpage">Schaufenster einer anderen Aufklärung</a></p>
<p>(Hilmar Schmundt)</p>
<p><strong>III      EINKEHR – Paradiese des Geistes</strong></p>
<p>36 <strong>F-67075 Strasbourg</strong>:     <a href="http://lto.de/de/html/nachrichten/806/Hinter-den-Fassaden-von-F-67075-Strasbourg/">Das jüngste Gericht (Uwe Wesel)</a></p>
<p>37 <strong>Plettenberg</strong>:     <a href="http://www.lto.de/index.php/de/html/nachrichten/1110/Der-Ort-als-Gesetz/">Der Ort als Gesetz (Dirk van Laak)</a></p>
<p>38 <strong>Lyme Regis, Dorsetshire</strong>:     Fossiliensammeln am Strand des Lebens</p>
<p>(Martina Kölbl-Ebert)</p>
<p>39 <strong>Oberwolfach</strong>:     <a href="http://sciencegarden.de/content/2010-07/der-welt-entrueckt-im-paradies-der-mathematiker">Der Welt entrückt im Paradies der Mathematiker</a></p>
<p>(Christian Fleischhack)</p>
<p>40 <strong>Cold Spring Harbor, Long Island</strong>:     Wohnzimmer mit Wissenschaft</p>
<p>(Ernst Peter Fischer)</p>
<p>41 <strong>La Stazione Zoologica di Napoli</strong>:     Wo die Seeigel ihre Eier legen</p>
<p>(Kärin Nickelsen)</p>
<p>42 <strong><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33227/1.html">Nature, Crinon Street 4, London</a></strong><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33227/1.html">:     Plaudern, Rauchen, Picheln</a></p>
<p>(Hilmar Schmundt)</p>
<p>43 <strong>Eichstätt</strong>:     Mit Schwanz und Krallen in kirchliche Obhut (Oliver Rauhut)</p>
<p>44 <strong>Kernforschungszentrum Dubna, Russland</strong>:     Atom rabotschij</p>
<p>(Meinhard Stalder)</p>
<p>45 <strong>San Millán de la Cogolla</strong>:     Wiege der spanischen Sprache (Jakob Strobel y Serra)</p>
<p>46 <strong>Stevns Klint, Dänemark</strong>:     <a href="http://einestages.spiegel.de/static/entry/der_ort_an_dem_die_welt_unterging/5489/stevns_klint.html?o=position-ASCENDING&amp;s=0&amp;r=24&amp;a=1013&amp;c=1">Der Ort, an dem die Welt unterging</a></p>
<p>(Hildegard Westphal)</p>
<p>47 <strong>Troia</strong>:     <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1381/schauplatz_einer_dichterischen_fantasie.html">Schauplatz einer dichterischen Phantasie (Justus Cobet)</a></p>
<p>48 <strong>Das Bohrkernlager in Bremen</strong>:     Lesen wie in einem Buch</p>
<p>(Hildegard Westphal)</p>
<p>49 <strong>Institute for Advanced Study, Princeton</strong>:     Ein Eden auf Zeit</p>
<p>(Anna Wienhard)</p>
<p>50 <strong>Senior Common Room, Oxford</strong>:     <a href="http://www.sciencegarden.de/content/2010-08/dinner-zwischen-disziplinen">Dinner zwischen Disziplinen</a></p>
<p>(Matthias Klatt)</p>
<p>51 <strong>Kiriwina, Papua-Neuguinea</strong>:     <a href="http://www.freitag.de/wissen/1020-vertikale-geburt">Verschont die Trobriander! (Jürgen Kaube)</a></p>
<p>52 <strong>Europäische Südsternwarte, Chile</strong>:     <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,692674,00.html">Nach den Sternen greifen</a></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,692674,00.html">(Dirk H. Lorenzen)</a></p>
<p>53 <strong>Sieben Häuser am Wolfgangsee</strong>.    <a href="http://www.bienenforschung.biozentrum.uni-wuerzburg.de/fileadmin/99000011/Dateien/Aktuelles/Sieben_Haeuser_am_Wolfgangsee.pdf"> Schwänzeltanz der Bienen</a> (Jürgen Tautz)</p>
<p>54 <strong>Sir John Soane’s Museum, London</strong>:     Melancholie des Sammelns</p>
<p>(Kurt W. Forster)</p>
<p>55 <strong>Aspen, Colorado</strong>:     <a href="http://www.sciencegarden.de/category/autor/ulrich-schollwoeck">Gipfelstürme der Physik (Ulrich Schollwöck)</a></p>
<p><strong>IV      AUSFLÜGE – Überraschungen für Fortgeschrittene</strong></p>
<p>56 <strong>Matterhorn</strong>:     <a href="http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,698853,00.html">Vertikale Pilgerreise (Hilmar Schmundt)</a></p>
<p>57 <strong>Fuggerstadt Augsburg</strong>:     <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/geisteswissenschaften/fuggerstadt-augsburg-geld-und-glaube;2716124">Geld und Glaube </a>(Guido Komatsu)</p>
<p>58 <strong>Straße der Vulkane, Ecuador</strong>:     Humboldt vermisst die Anden</p>
<p>(Jakob Strobel y Serra)</p>
<p>59 <strong>Porthcurno, Cornwall</strong>:     <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,705352,00.html">Die lange Leitung</a><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,705352-2,00.html"> </a>(Simone Müller)</p>
<p>60 <strong>Bahnhofkühlhaus, Basel</strong>:     Wie man lagert, so liegt man (Monika Dommann)</p>
<p>61 <strong>Deutschland</strong>:    <a href="http://www.das-schema.com/?p=1254"> Kraftwerk Autobahn</a> (Erhard Schütz)</p>
<p>62 B<strong>ureau International des Poids et Mesures, Sèvres</strong>:     <a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1158/zu_hause_beim_meter.html">Der Welt Standard</a>(Milos Vec)</p>
<p>63 <strong>Päpstliches Geheimarchiv, Vatikan</strong>:     43 Kilometer Geschichte (Arne Karsten)</p>
<p>64 <strong>Kriminalmuseum, Graz</strong>:     <a href="http://www.satt.org/freizeit/10_10_kriminalmuseum.html">Der praktische Blick am Tatort</a> (Peter Becker)</p>
<p>65 <strong>Charité, Berlin</strong>:     <a href="http://www.das-schema.com/?p=1285">theatrum anatomicum (David Wagner)</a></p>
<p>66 <strong>Summerhill School, Leiston</strong>:     Die Weltverbesserungsanstalt (Fiona Ehlers)</p>
<p><strong>V      AUSBLICKE – Erinnerungen an die Zukunft</strong></p>
<p>67 <strong><a href="http://www.das-schema.com/?p=1343">Panthéon, Paris</a></strong><a href="http://www.das-schema.com/?p=1343">:     Zentralheiligtum und Zankapfel </a>(Hilmar Schmundt)</p>
<p>68 <strong>Internationaler Suchdienst, Arolsen</strong>:     Wider die Macht des Nichterzählten (Wilfried F. Schoeller)</p>
<p>69 <strong>The Golden Spike, Meishan</strong>:     Die Zeit festnageln (Alexander Nützel)</p>
<p>70 <strong>Moskau 1929</strong>:     Das Pantheon der Gehirne (Michael Hagner)</p>
<p>71 <strong>Phoenix, Arizona</strong>:     <a href="http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/7141/auferstehung_auf_knopfdruck.html">Der kühle Kult der Kryonik (Gundolf S. Freyermuth)</a></p>
<p>72 <strong>Röcken bei Leipzig</strong>:     Nietzsches trautes Dörflein (Holger Dambeck)</p>
<p>73 <strong>Hier und Jetzt</strong>:     Auf keiner Stätte ruhn (Kenichi Moriya)</p>
<p>74 <strong>Mars</strong>:     Krieg der Welten (Karlheinz und Angela Steinmüller)</p>
<p>75 <strong>Second Life</strong>:     Der Niedergang (Andreas Rosenfelder)</p>
<p>76 <strong>Der Unerreichbarkeitspol der Erde (Martin Wilmking)</strong></p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p>„Mekkas der Moderne“ hat es in die Endrunde zum <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101112_OTS0105/wahl-zum-wissenschaftsbuch-des-jahres-beginnt">Wissenschaftsbuch des Jahres</a> in Österreich geschafft. Die Jury hat im Auftag des österreichischen Wissenschaftsministeriums die besten Bücher des Jahres vorausgewählt. Nun entscheiden die Leser darüber, wer den Publikumspreis gewinnt.</p>
<p><strong>Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Stimme abzugeben unter <a href="http://www.wissenschaftsbuch.at/index.php?content=1">www.wissenschaftsbuch.at</a></strong></p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p><strong>Auf keiner Stätte ruhn: Ein „Wo ist Wo?“ der Wissenschaftsgeschichte</strong></p>
<p><a href="http://www.epoc.de/"><img title="Bildschirmfoto 2010-12-07 um 16.33.51" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-12-07-um-16-33-51.jpg?w=300&#038;h=66&#038;h=66" alt="" width="300" height="66" /></a></p>
<p>An diesen Orten kam es zu Sternstunden der Wissenschaft: Mit 76 Stätten weltweit stellt »Mekkas der Moderne« die Plätze vor, die Forscher verschiedener Disziplinen mit Ehrfurcht betreten.</p>
<p>Die Essays erklären, warum ein Ort für einen Wissenschaftszweig so bedeutsam ist und welche Querverbindungen zu anderen Orten und Gelehrten bestehen. Einige sind Klassiker: Darwins Galapagos-Inseln, Schliemanns Troja und selbstverständlich das Pantheon in Paris mit dem foucaultschen Pendel.</p>
<p>Doch auch der Belesenste findet Überraschungen: Etwa San Millán de la Cogolla — den Ort, an dem die ersten Zeugnisse spanischer Sprache gefunden wurden. Ein Mönch des 11. Jahrhunderts hatte dort spanische Randnotizen zu lateinischen Heiligenviten verfasst.</p>
<p>Der Aufbau des Bands trägt der im Titel erwähnten Moderne Rechnung: Der Leser kann sich entweder von vorne bis hinten durcharbeiten, sich über eine Weltkarte selbst den Ort der nächsten »Landung« aussuchen — oder aber einer vorgeschlagenen Route folgen. Es scheint, als hätte Julio Cortázars nach demselben Prinzip verfasster Roman »Rayuela« Pate gestanden.</p>
<p>Die Autorenliste schmücken einige berühmte Schreibende, etwa Ulrich Ladurner und Ilija Trojanow. Aber auch die Texte unbekannterer Autoren bestechen. Im Unterschied zu vielen typischen Aufsatzbänden trübt die stilistische Vielfalt dieses Buchs den Lesegenuss nicht. im Gegenteil, es lebt davon. Den drei Herausgebern gelang eine so gute Auswahl, dass fast alle der drei- bis achtseitigen Essays ein gleichermaßen hohes stilistisches und inhaltliches Niveau haben. Ein Minus: Keines der Bilder trägt eine Bildunterschrift, obwohl es an vielen Stellen nötig wäre.</p>
<p>Die Liste der Gedächtnisorte der Moderne kann nicht vollständig sein, viel zu sehr hängt sie vom jeweiligen Standpunkt ab, Das wissen auch die Herausgeber. Doch ihre Bestandsaufnahme lohnt sich: Was unsere Urenkel wohl in 100 Jahren über sie denken werden?</p>
<p><em>Claudia Reinert ist Kulturwssenschaftlerin und lebt in Meßkirch.</em></p>
<p>Aus: EPOC 1/2011</p>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-12-07-um-16-34-09.jpg"><img title="Bildschirmfoto 2010-12-07 um 16.34.09" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-12-07-um-16-34-09.jpg?w=229&#038;h=300&#038;h=300" alt="" width="229" height="300" /></a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Max Planck Forschung: „brillante Essays, außergewöhnliches Konzept und optisch schöne Aufmachung mit Sepia-Fotografien“</strong></p>
<p><a href="http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/mpForschung/2010/heft03/Pilgerstaetten_Wissenschaft.pdf"><img title="Bildschirmfoto 2010-10-25 um 11.53.15" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-10-25-um-11-53-15.jpg?w=223&#038;h=300&#038;h=300" alt="" width="223" height="300" /></a></p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p>* * *</p>
<p><strong>Technology Review: „stets so packend beschrieben, dass man mit dem Schmökern nicht aufhören will.“</strong></p>
<p><a href="http://www.heise.de/tr/"><img title="Bildschirmfoto 2010-08-13 um 11.08.01" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-08-13-um-11-08-01.jpg?w=249&#038;h=83&#038;h=83" alt="" width="249" height="83" /></a></p>
<p>„Was im Internet als Diskussion startete, liegt nun als eine Art Reiseführer durch die Wissensgesellschaft vor. Die Lese-Expedition hat kein Ziel, doch etliche Zwischenstationen wie das Nobelpreiskomitee in Stockholm oder den Mars, stets so packend beschrieben, dass man mit dem Schmökern sowieso nicht aufhören will.“</p>
<p>* * *</p>
<p><strong>Forschung Frankfurt: „Spätestens an diesem Punkt fragt man sich: Wo wollen wir hin?</strong></p>
<p><a href="http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/dok/2010/2010-3/17B__cher.pdf"><img title="Bildschirmfoto 2010-12-21 um 18.39.41" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-12-21-um-18-39-41.jpg?w=300&#038;h=143&#038;h=143" alt="" width="300" height="143" /></a></p>
<p>Ein lesenswerter »Reiseführer« zu den Mekkas der Moderne</p>
<p>Was sind die Pilgerstätten der »Wissenschaft?« – Die Antworten auf diese Frage müssen notwendigerweise verschieden ausfallen, je nachdem, ob man einen Mathematiker, einen Germanisten oder einen Flugzeugingenieur fragt. Sie könnten lauten: Oberwolfach, das Goethehaus in Weimar oder Cape Canaveral, Florida. Weitere Antworten kommen hinzu, wenn – wie im vorliegenden Buch – nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Autoren und Journalisten zu Wort kommen.</p>
<p>Zu den bedeutenden historischen und geografischen Orten, etwa der Bibliothek in Alexandria oder den Galapagos-Inseln, gesellen sich dann auch solche, die in erster Linie die gesellschaftliche Inszenierung von Wissenschaft im Blick haben: das Pantheon in Paris, das Beratungszimmer des Nobelkomitees in Stockholm oder das Redaktionsbüro der Zeitschrift »Nature«. Virtuelle Orte (Google, Second Life) werden ebenso genannt wie Möbelstücke (Freuds Couch). Genauso interessant wie die Nennung der Orte ist die Reflexion darüber, warum sie für die Wissenschaft wichtig sind oder waren.</p>
<p>Oft haben sie eine besondere emotionale Qualität und geben gerade deshalb weitreichende Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb. Damit ist nicht nur die Arbeit im Labor berühmter Forschungseinrichtungen gemeint, sondern auch die Bedeutung und Funktion von Wissenschaft in der Gesellschaft. Da ist beispielsweise das heute geschlossene „Pantheon der Gehirne“ in Moskau, in dem einst das Gehirn Stalins und andere sogenannte russische Elitegehirne erforscht wurden, um die Überlegenheit des Sozialismus in einer Verbindung von Hagiografie und Biopolitik zu demonstrieren.</p>
<p>Andere Orte spiegeln die Sehnsüchte von Wissenschaftlern; zum Beispiel Margret Meads Traum vom glücklichen Wilden auf Samoa. Wie heute bekannt ist, spielte ihre Überzeugung, dass der Mensch vor allem durch sein soziales Umfeld geprägt werde, eine entscheidende Rolle beim Design und der Interpretation ihrer Feldforschung. in ihre 1928 veröffentlichten Studie „Coming of Age in Samoa“ schilderte sie die Pubertät der jungen Mädchen als eine Zeit, in der sie unverkrampft erste sexuelle Erfahrungen sammeln. Das Buch wurde zum Bestseller und fehlte in keiner WG der 1968er Jahre. Zweifel und Kritik der Samoaner wurden lange ignoriert.</p>
<p>Die Besteigung des Matterhorns als Sinnbild</p>
<p>Ein Sinnbild für die Hybris des Menschen, der immer wieder meint, die Naturgewalten durch seine Erfindungsgabe bezwingen zu können, ist der Bericht des Spiegel-Autors Hilmar Schmundt. In einer Mischung aus Erlebnisbericht und historischen Rückblicken reflektiert er die Besteigung des Matterhorns. Dem Gefühl von Macht und Überlegenheit steht in anderen Berichten die Erfahrung von Ohnmacht gegenüber: Der Autor David Wagner erlebt sich in der Berliner Charite als „Patient und Forschungsobjekt zugleich“. Die Schwester nimmt seinen Arm beim Pulsfühlen, »als wäre es ihrer, sie hat alle Zugriffsrechte«. Übertroffen wird dieses traurige Szenario des modernen Theatrum anatomicum noch durch die Tiefkühltruhen der Firma Phoenix in Arizona, in denen »Kryoniker« ihre Leichname konservieren lassen, bis die Medizin der Zukunft eine Therapie für ihre Leiden gefunden hat.</p>
<p>Spätestens an diesem Punkt fragt man sich: Wo wollen wir hin? Denken Wissenschaftler darüber nach, wenn sie sich in den modernen Wissensschmieden für neue Ideen begeistern? Haben sie dafür noch Zeit, wenn sie an den Universitäten von administrativer Tätigkeit und einem Übermaß an Arbeit erstickt werden? Welche Rolle spielen dabei Wissenschaftsjournalisten, die einen wesentlichen Teil der insgesamt 76 Autoren des Buches stellen?</p>
<p>Unweigerlich kommt einem ein anderer in dem Buch geschilderter Ort in den Sinn: das Urwaldhospital Albert Schweitzers in Gabun. Der Journalist Felix Grigat interpretiert Schweitzers Rückzug dorthin als einen radikalen Bruch mit der Hybris einer Wissensgesellschaft, »die Moral dereguliert und meint, ethisches Denken und Handeln an Kommissionen, Organisationen oder ‘Experten’, delegieren zu können«. Vielleicht liegt die Lösung des Problems in ähnlichen Ansätzen, wie sie auch am Anfang dieses Buches standen. Der Austausch zwischen Wissenschaftlern, Autoren und Journalisten begann als eine Art Salonspiel, das über E-Mail, Skype und Internetforen geführt wurde, »Je mehr Argumente wir gegen reale Pilgerorte der Moderne auflisteten, desto mehr Erlebnisse fielen uns ein, die nicht durch Datenleitungen passen.« Gerade diese Erlebnisse, die nicht durch Datenleitungen passen, ziehen den Leser in das Buch hinein, lassen ihm keine Ruhe und regen an, auch über das eigene Verhältnis zur Wissenschaft nachzudenken. Dazu lädt auch die Webseite zum Buch ein: vvww.mekkasdermoderne.de/</p>
<p>Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diesen Reiseführer zu Orten der globalen Wissenschaft zu lesen – sei es über Querverweise im Text, thematisch zusammengestellte Routen, oder die Weltkarte im Vorsatzpapier, auf der die Orte mit den zugehörigen Kapitelnummern markiert sind. Einer der wichtigsten Orte für den modernen Menschen ist am Schluss des Buches genannt: Der geografisch nicht genau definierbare „Unerreichbarkeitspol der Erde“, an dem kein Mobiltelefon und kein Internet funktioniert und man noch das Gefühl hat, »sein Leben im Griff zu haben, einhalten zu können«.</p>
<p>* * *</p>
<p><strong>DIE WELT: „Als Autoren wurden zahlreiche renommierte Wissenschaftler gewonnen, die hintergründige und lesenwerte Texte geschrieben haben“</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/wissen/article10062437/Buch-Tipp.html"><img title="Bildschirmfoto 2010-10-04 um 15.53.13" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-10-04-um-15-53-13.jpg?w=300&#038;h=47&#038;h=47" alt="" width="300" height="47" /></a><br />
Norbert Lossau schreibt in der <a href="http://www.welt.de/die-welt/wissen/article10062437/Buch-Tipp.html">WELT:</a> „Mekkas der Moderne: Es gibt Orte auf diesem Planeten, die untrennbar mit großen Entwicklungen in Wissenschaft und Technik verknüpft sind. So steht Cape Canaveral in Florida beispielsweise für die Eroberung des Weltalls oder die Apple-Garage für den Beginn einer technischen Revolution. Die drei Herausgeber dieses Buches mit dem Untertitel „Pilgerstätten der Wissensgesellschaft“ haben 76 kurze Aufsätze über Orte dieser Erde versammelt, die zum Entdecken, Schauen, Staunen und Begreifen einladen. Dabei erheben sie nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Als Autoren wurden zahlreiche renommierte Wissenschaftler gewonnen, die hintergründige und lesenwerte Texte geschrieben haben.“</p>
<p>* * *</p>
<p><strong>FIGARO (mdr): „Mekkas der Moderne ist eine amüsante Reise zu jenen Orten, die Wissenschaftler ehrfurchtsvoll erstarren lassen, zugleich eine Wissenschaftsgeschichte in Episoden und Anekdoten“</strong></p>
<p><a href="http://www.mdr.de/mdr-figaro/lebensart/7648568.html#absatz3"><img title="Bildschirmfoto 2010-09-09 um 12.50.28" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-09-09-um-12-50-28.jpg?w=287&#038;h=109&#038;h=109" alt="" width="287" height="109" /></a></p>
<p>„Auch im Zeitalter der Videokonferenzen und Emails gibt es Orte mit magischem Zauber. Orte, die auch angebliche nüchterne Naturwissenschaftler zum Staunen und Verharren einladen. 76 Mekkas der Moderne sind in diesem Buch versammelt. Erwartetes findet sich: Cape Canaveral, Dubna, Oxford und Princeton. Unerwartetes: Die ältesten Bäume der Welt, die Bristlecone Kiefern der White Mountains, die Oase Essakane als Wiege der Weltmusik, oder das dänische Stevns Klint, der Ort, an dem man sieht, wie die Welt der Dinosaurer unterging. Und unglaubliche Orte: Das Bahnhofkühlhaus in Basel, die deutschen Autobahnen oder die virtuelle Welt von „Second Life“.<br />
Mekkas der Moderne ist eine amüsante Reise zu jenen Orten, die Wissenschaftler ehrfurchtsvoll erstarren lassen, zugleich eine Wissenschaftsgeschichte in Episoden und Anekdoten.“</p>
<p>* * *</p>
<p><strong>profil: „Ein fein selektierter Führer durch die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts“</strong></p>
<p><a href="http://www.profil.at/articles/0809/560/198953.shtml"><img title="Bildschirmfoto 2010-07-29 um 12.59.33" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/07/bildschirmfoto-2010-07-29-um-12-59-33.jpg?w=300&#038;h=135&#038;h=135" alt="" width="300" height="135" /></a><img title="Weiterlesen..." src="http://mekkasdermoderne.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p><strong><a href="http://oe1.orf.at/programm/232941">Interview zum Buch im österreichischen Rundfunk ORF</a></strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p><strong>falter: „Gute Idee, gelungene Mischung. Wissen ist eng mit dem Ort seiner Produktion verbunden.“</strong></p>
<p><a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=32967&amp;SESSID=da0a7d34e5b0fb71e420e73da391bdbf"><img title="Bildschirmfoto 2010-09-23 um 10.04.24" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/08/bildschirmfoto-2010-09-23-um-10-04-24.jpg?w=245&#038;h=84&#038;h=84" alt="" width="245" height="84" /></a></p>
<p>„Gute Idee, gelungene Mischung. In 76 kurzen und meist flott geschriebenen Texten besuchen fast ebenso viele Autoren unter anderem: das Genfer CERN, Cape Canaveral, das Santa Fe Institute in New Mexico, das Kriminalmuseum in Graz, die neue Bibliothek im ägyptischen Alexandria, aber auch das Evolutionslabor der Galápagos und virtuelle Orte wie den Google-Schlitz. Wissen ist zunächst einmal alles andere als universell, sondern eng mit dem Ort seiner Produktion verwoben. Wo sonst als auf dem Landsitz seiner Familie am Wolfgangsee hätte Karl von Frisch die Sprache der Bienen entschlüsseln können?“</p>
<div><a title="Oliver Hochadel" href="http://www.falter.at/web/shop/liste.php?shop_id=&amp;rezensent_id=1299&amp;SESSID=">Oliver Hochadel</a> in Falter : <a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=32967&amp;SESSID=da0a7d34e5b0fb71e420e73da391bdbf">Woche 38/2010 vom 22.9.2010 (Seite 22)</a></div>
<div>* * *</div>
<p><strong>Forschung und Lehre: „eine anregende Entdeckungsreise, die neugierig macht und Lust zu eigenen Erkundungen weckt“</strong></p>
<div>
<p><a href="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/07/bildschirmfoto-2010-07-06-um-20-06-23.jpg"><img title="Bildschirmfoto 2010-07-06 um 20.06.23" src="http://mekkasdermoderne.files.wordpress.com/2010/07/bildschirmfoto-2010-07-06-um-20-06-23.jpg?w=300&#038;h=86&#038;h=86" alt="" width="300" height="86" /></a></p>
</div>
<p><strong>* * *</strong></p>
<div><strong><br />
</strong></div>
</div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mekkasdermoderne.wordpress.com/1782/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mekkasdermoderne.wordpress.com&amp;blog=12612039&amp;post=1782&amp;subd=mekkasdermoderne&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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